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Gipfelpräsident Hans: «Grenzregionen sind Chancen-Regionen»

25.03.2019 - Vor zwei Monaten hat das Saarland den Vorsitz des Gipfels der Großregion übernommen. Zum Auftakt in Saarbrücken diskutierten Vertreter der Gipfelländer mit jungen Menschen auch über Zukunftsperspektiven.

  • Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes, gestikuliert während eines Interviews. Foto: Oliver Dietze/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes, gestikuliert während eines Interviews. Foto: Oliver Dietze/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Saarbrücken (dpa/lrs) - Zum Auftakt der saarländischen Gipfelpräsidentschaft haben Vertreter der Länder in Saarbrücken auf den besonderen Stellenwert der Großregion hingewiesen. Gerade in Zeiten, in denen EU-kritische Kräfte an Zustimmung gewönnen, komme den Grenzregionen eine besondere Bedeutung zu, sagte der saarländische Europaminister Peter Strobel (CDU) am Montag. «Hier können wir unter Beweis stellen, was möglich ist in Kooperation, Partnerschaft und Freundschaft.»

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) rief dazu auf, den Dialog mit der Jugend zu suchen, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Europa «nachhaltig nach vorne zu bringen und zu stärken». Dazu hatte er Vertreter der Gipfelländer und rund 100 junge Erwachsene eingeladen, um über die künftige Ausgestaltung der Großregion zu diskutieren. Seiner Ansicht nach seien Grenzregionen «echte Chancen-Regionen».

Die Großregion besteht aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Lothringen, Wallonien und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Gerade die grenzüberschreitende Arbeitsmarktorientierung mit 230 000 Grenzgängern mache diese Region laut Hans «wirklich einzigartig».

Die luxemburgische Ministerin für die Großregion, Corinne Cahen, kündigte an, gemeinsam bei den Europawahlen am 26. Mai zu kämpfen, damit Europa frei bleibe und ein «soziales, großes Europa ist, in dem es sich in Frieden und Freiheit leben lässt und wo wir die Grenzen hoffentlich nicht mehr schließen werden.»

Regierungs-Chef Hans schloss sich dem Appell an: «Es wäre eine Schande, Europa den Populisten zu überlassen.»

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