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Historische Bronzetür für Kloster stammt aus der Region

14.08.2020 - Lange Zeit in Vergessenheit geraten, jetzt für die Landesausstellung restauriert: Die «Porta aurea» des Klosters St. Alban wurde jetzt neu untersucht. Aber noch sind nicht alle Fragen geklärt.

  • Der Restaurator des Landesmuseums Mainz untersucht Details einer Bronzetür der Römerzeit. Foto: Peter Zschunke/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Restaurator des Landesmuseums Mainz untersucht Details einer Bronzetür der Römerzeit. Foto: Peter Zschunke/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine historisch einmalige Bronzetür aus einem ehemaligen Kloster in Mainz ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von Handwerkern der Region hergestellt worden. Dies ergaben naturwissenschaftliche Untersuchungen am Mannheimer Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (CEZA), wie die Reiss-Engelhorn-Museen am Freitag mitteilten. Damit kann ein Rätsel der im 17. Jahrhundert als «Porta aurea», als «goldene Pforte» von Mainz bezeichneten Tür als gelöst gelten.

Den Forschern gelang der Nachweis, «dass dieses außergewöhnliche und wertvolle Objekt nicht wie lange angenommen aus Italien stammt, sondern dass es sich um ein mit lokalen Rohstoffen regional gefertigtes Produkt handelt». Die Untersuchung von drei Metallproben ergab, dass für die Fertigung der Bronze Blei aus Mechernich in der Eifel verwendet wurde. Bereits in römischer Zeit wurde nach Angaben der Wissenschaftler dort Blei abgebaut und in Germanien verwendet.

Allerdings warf die Untersuchung auch eine neue Frage auf: Wegen eines besonderen Pflanzenmotivs im Türrand wurde die Tür bislang auf eine Entstehungszeit zwischen 40 und 70 n. Chr. datiert. Die Analysen ergaben jedoch, dass die Zusammensetzung der Bronze «sehr ungewöhnlich für eine Datierung auf die römische Zeit ist». Daher gebe es auch die Möglichkeit, dass die Bronzetür erst im Mittelalter unter Karl dem Großen gegossen worden sein könnte.

Die am Kloster St. Alban angebrachte Bronzetür soll ab September in der Landesausstellung «Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht» im Landesmuseum Mainz gezeigt werden. Die Tür war über Jahrzehnte in einem Depot in Wiesbaden weitgehend vergessen und wurde jetzt für die Ausstellung in Mainz restauriert. «Wir sind sehr froh, dass wir bei den Vorbereitungen auf unsere Landesausstellung diese Wiederentdeckung machen konnten», sagte die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Birgit Heide.

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