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Historischer Lokschuppen ausgebrannt: Drittes Feuer

09.11.2019 - Zweimal brannte es bereits im historischen Lokschuppen am Wormser Hauptbahnhof. Beim dritten Mal in kurzer Zeit wurde das Gebäude samt seiner Fahrzeuge ein Raub der Flammen. Die Polizei ermittelt.

  • Frontansicht eines Einsatzwagens der Feuerwehr. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Frontansicht eines Einsatzwagens der Feuerwehr. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Worms (dpa/lrs) - Eine historische Lokhalle ist in der Nacht zum Samstag am Hauptbahnhof von Worms ausgebrannt. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, sei es bereits das dritte Feuer innerhalb von vier Wochen gewesen. Bei den vorherigen Bränden seien die Flammen zwar rechtzeitig gelöscht worden. «Aber offenbar hat jemand ein Interesse daran, die Halle niederzubrennen. Die Stadt ist sehr betroffen, da es sich um ein historisches Gebäude handelt», sagte sie. Die Polizei ermittelt.

Zur Brandursache konnten die Beamten am Samstag noch nichts sagen. Menschen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden soll Schätzungen zufolge bei rund 500 000 Euro liegen. In der Halle waren zwei alte Loks, drei Waggons und drei Lkw untergebracht, wie die Sprecherin sagte. Ein Eisenbahnverein habe das Gebäude von der Deutschen Bahn gepachtet, um dort historische Schienenfahrzeuge zu restaurieren, berichtete die Stadt.

Der Feueralarm ging laut Polizei gegen 23.00 Uhr am Freitagabend ein. Als die Brandschützer eintrafen, stürzte wenig später das Dach ein. Rauch und Feuer seien bis ins über zehn Kilometer entfernte Frankenthal zu sehen gewesen, berichtete ein Feuerwehrmann.

Die Polizei meldete, dass sich Schaulustige versammelten und vom Einsatzort verwiesen werden mussten. Ebenso mussten die Gleise aus dem Wormser Hauptbahnhof in Richtung Mainz gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen, Regionalzüge waren betroffen. Erst am Samstagmorgen waren die Flammen bekämpft. Rund 100 Einsatzkräfte und 27 Feuerwehrfahrzeuge waren beteiligt.

Am Samstagmorgen war das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Von dem Gebäude standen nur noch die Außenmauern. Das Innere und die Fahrzeuge wurden ein Raub der Flammen. Die verbrannten Loks und Waggons waren nach den Löscharbeiten mit weißem Schaum bedeckt.

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