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Hitze treibt die Leute ans Wasser: Drei Todesfälle gemeldet

01.07.2019 - Viele Freibäder melden eine Besucheransturm. An einer Stelle waren es so viele, dass die Polizei anrücken musste. An Badeseen und Flüssen kamen drei Menschen ums Leben.

  • Ein Blaulicht der Polizei. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht der Polizei. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz/Offenbach (dpa/lrs) - Am vergangenen Hitze-Wochenende sind nach Angaben der DLRG drei Menschen im Wasser ums Leben gekommen. Ein 26-Jähriger sei in einem Badeweiher im Kreis Germersheim, zwei weitere Menschen seien in einem Badesee und einem Fluss gestorben, sagte der Sprecher des Landesverbandes der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Marco Vogt. Wo sich die anderen beiden tödlichen Vorkommnisse ereigneten, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Auch nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Gleich drei Todesfälle seien eine Häufung an einem Wochenende, im Sommer gebe es aber erfahrungsgemäß häufiger derartige Einsätze, fügte der DLRG-Sprecher hinzu. Im vergangenen Jahr habe es 22 tödliche Badeunfälle gegeben: zwölf an Flüssen, elf an Badeseen, einen in einem Bad.

Die Hitze hatte am vergangenen Wochenende zu einem Besucheransturm in vielen Freibädern geführt. Mehr als 4400 Besucher habe das Mainzer Taubertsbergbad allein am Sonntag gezählt, sagte der Sprecher der Mainzer Stadtwerke, Michael Theurer. Das sei der bisherige Rekord der noch jungen Saison. Auch in den beiden Wormser Freibädern sei «Urlaubsfeeling» aufgekommen, die Temperaturen hätten sich bei den Besucherzahlen bemerkbar gemacht, sagte die Sprecherin der Freizeitbetriebe Worms, Nina Hochstrasser. Für solche Spitzenzeiten habe man schon zu Beginn des Jahres Vorkehrungen getroffen und setze zusätzliche Rettungsschwimmer und insbesondere am Wochenende einen Sicherheitsdienst ein. Mit insgesamt 9010 Besuchern in den beiden Freibädern gab es auch in Kaiserslautern am Sonntag den besucherstärksten Tag der Saison. Das war weit mehr als der Besucherrekord des Vorjahres (6518).

In Ludwigshafen waren am Sonntag so viele Badegäste bereits am Vormittag im Freibad, dass ab 14 Uhr wegen Überfüllung keine neuen Besucher eingelassen wurden, wie Sandra Hartmann, Sprecherin der Stadt Ludwigshafen, mitteilte. Der Kommunale Vollzugsdienst und die Polizei habe das Badepersonal untersützt. «Denn die Schließung führte durchaus zu Unmut bei den Wartenden und es kam vereinzelt auch zu Gedränge», teilte sie mit.

In Bad Sobernheim waren am Sonntag zwischenzeitlich mehr als 2000 Menschen im Freibad, wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte. Damit war die Kapazität des Bads von etwa 1500 Personen überschritten. Der Bademeister ordnete an, das Bad kurzzeitig zu schließen, um die Wasserqualität zu überprüfen. Mehrere Personen gingen aber einfach durch die Eingangskontrolle, die Polizei musste mit drei Streifenwagenbesatzungen anrücken. «Hitzestress», diagnostizierte ein Polizeisprecher. «Wir konnten die Gemüter wieder ein bisschen beruhigen», sagte er. Das Schwimmbad konnte wenig später wieder öffnen. Anzeigen habe es keine gegeben.

Am Sonntagnachmittag war in Bad Kreuznach mit 39,3 Grad der rheinland-pfälzische Juni-Temperaturrekord gebrochen worden. Kurzzeitig - bis wenig später 39,6 Grad in Sachsen-Anhalt gemessen wurden - lag dort sogar der Deutschlandrekord für den Juni.

So heiß wird es in den kommenden Tagen nicht, Freibadwetter herrscht aber weiter. Am Dienstag sollen die Temperaturen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bei 21 bis 25 Grad, im Saarland und am Oberrhein bei bis zu 27 Grad liegen. Es bleibt meist trocken und heiter bis wolkig, im Norden ziehen dichtere Wolkenfelder durch. In der Nacht sinken die Temperaturen auf 12 bis 10 Grad, im Mittelgebirge und im Norden auf 10 bis 8 Grad.

Auch der Mittwoch wird trocken und mild. Die Temperaturen liegen bei 24 bis 26 Grad, in Hochlagen bei 20 bis 23 Grad. In der Nacht Abkühlung auf 12 bis 10 Grad, im Mittelgebirge auf 9 bis 6 Grad. Auch am Donnerstag wird es bei bewölktem und trockenem Wetter mit 25 bis 27 Grad warm. An den kommenden drei Tagen gibt es zudem Erfrischung durch schwachen, zeitweise mäßigen Wind.

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