Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Höfken fordert mehr Tempo beim Ausbau der Windkraft

17.07.2020 - Im Bundesvergleich liegt Rheinland-Pfalz beim Bau von Windrädern in der Spitzengruppe. Die zuständige Ministerin sieht darin aber nur «einen schwachen Trost».

  • Ein Windrad steht während des Sonnenaufgangs auf einem Feld. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Windrad steht während des Sonnenaufgangs auf einem Feld. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Bau von 20 neuen Windkraftanlagen in der ersten Jahreshälfte hat die rheinland-pfälzische Energieministerin Ulrike Höfken (Grüne) den Bund zum Abbau bestehender Hemmnisse aufgefordert. «Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien Fahrt aufnehmen kann, muss die Bundesregierung endlich liefern», erklärte Höfken am Freitag in Mainz. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei längst überfällig. Dabei müsse der Ausbaudeckel geöffnet und eine Regionalisierungskomponente eingeführt werden, damit südliche Flächenländer bei der Ausschreibung für neue Windkraft-Kapazitäten nicht weiter benachteiligt würden.

Die in den ersten sechs Monaten 2020 in Rheinland-Pfalz in Betrieb genommenen 20 Windräder haben eine Gesamtleistung von 65,3 Megawatt, wie aus einer Auswertung der Berliner Fachagentur Windenergie an Land hervorgeht. Mehr Windräder gingen in den ersten sechs Monaten nur in Brandenburg (31), Nordrhein-Westfalen (28) und Sachsen-Anhalt (26) ans Netz. Stillgelegt wurde in Rheinland-Pfalz den Angaben zufolge zwischen Januar und Juni keine Anlage. Außerdem wurde der Bau von 18 Anlagen genehmigt, die allerdings noch nicht in Betrieb sind. Im Jahr 2019 wurden landesweit 22 neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen.

Um den Klimawandel zu stoppen, sei ein naturverträglicher Ausbau der Erneuerbaren Energien notwendig, bekräftigte Höfken. «Es ist jedoch nur ein schwacher Trost, dass wir aktuell beim Ausbau der Windenergienutzung im Bundesvergleich gut dastehen.» So sei der Zubau in Rheinland-Pfalz vor sieben Jahren noch annähernd dreimal so hoch gewesen. Mit der Windenergie seien erhebliche Wertschöpfung und zusätzliche Arbeitsplätze verbunden. «Daher ist es fahrlässig, wenn der Bund nicht endlich die Hemmnisse beseitigt.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren