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Hohenzollern-Chef will Burg Rheinfels zurück

21.09.2018 - St. Goar/Koblenz (dpa/lrs) - Des Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, fordert die Burg Rheinfels gegenüber dem Loreley-Felsen zurück. Am 25. Oktober ist dazu eine mündliche Verhandlung vor dem Landgericht Koblenz terminiert, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. habe Klage gegen das Land Rheinland-Pfalz und das Romantik Hotel Schloss Rheinfels eingereicht. Er wolle als Erbe aus seiner Sicht das Grundbuch zu seinen Gunsten berichtigen. Zuvor hatte die «Rhein-Zeitung» darüber berichtet.

  • Ein Blick auf die Burg Rheinfels. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blick auf die Burg Rheinfels. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Stadtbürgermeister von St. Goar, Horst Vogt (CDU), sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Ich habe das am Anfang für einen Aprilscherz gehalten.» Ein Verlust der riesigen Burgruine wäre dramatisch: Land, Stadt und Hotelier hätten hier Millionen investiert, ergänzte Vogt. Hotelchef Gerd Ripp habe wegen des Rechtsstreits weitere Investitionen auf Eis gelegt. Der Berliner Anwalt des Prinzen, Markus Hennig, wollte sich am Freitag auf dpa-Anfrage vorerst nicht zu der Klage äußern.

Der Rechtsstreit ist komplex. Das Haus Hohenzollern besaß die Burg seit dem 19. Jahrhundert. Sein heutiger Chef beruft sich laut dem Mainzer Kulturministerium auf eine sogenannte Rückauflassungsvermerkung im Grundbuch für die Preußische Krongutsverwaltung von 1924, als die Stadt St. Goar aus ihrer Sicht Eigentümerin der Burg wurde. Die Krongutsverwaltung kümmerte sich um das Vermögen des preußischen Königshauses nach dessen Beschlagnahme. Der Prinz sieht sich laut Ministerium als ihr Rechtsnachfolger. Eine Rückauflassungsvermerkung kann in bestimmten Fällen eine Rückübertragung eines Grundstücks an einen Alteigentümer ermöglichen.

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