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Jedes vierte Windrad dreht sich im Wald

08.03.2020 - Etwa jedes vierte Windrad in Rheinland-Pfalz dreht sich im Wald. 445 von insgesamt 1748 sind es, wie Umweltstaatssekretär Thomas Griese (Grüne) auf eine Große Anfrage der AfD-Landtagsfraktion mitteilt (Stand Ende 2018). Die Windräder zwischen Bäumen benötigten lediglich 0,01 bis 0,02 Prozent der Landesfläche. Der CO2 bindende Wald trage auch mit seinen Standorten für Windräder zum Klimaschutz bei. Diese 445 Anlagen im Land erzeugen laut Griese rund fünf Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr.

  • Die Sonne geht hinter Windrädern auf. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Sonne geht hinter Windrädern auf. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Zur Erreichung unserer Klimaschutzziele ist ein weiterer Ausbau der Windenergie zwingen erforderlich», betont der Staatssekretär. «Viele Waldstandorte eignen sich hervorragend für die Nutzung der Windenergie.» Auf den oft mit Wald bedeckten Bergen und Kuppen in Rheinland-Pfalz wehe der Wind meist besonders stark. «Damit sind weniger Anlagen für die gleiche Leistung notwendig», erklärt Griese.

Immer wieder kritisieren Anwohner und Vogelliebhaber die teils sehr hohen Windräder - wegen ihrer Ansicht, ihrer Geräusche, ihrer Schatten und ihrer Gefahren für manche Vögel. Besonders im Hunsrück drehen sich viele Rotoren.

Griese erläutert dagegen, Wald liege meist «fern von Siedlungsgebieten und beeinträchtigt als Standort für Windenergieanlagen das Wohnumfeld der Bürgerinnen und Bürger weniger. Des Weiteren ist die optische Wahrnehmung durch die Waldkulissen im Landschaftsbild oft abgeschwächt.»

Windenergie gilt als klimafreundlich - Griese erinnert daran, dass Rheinland-Pfalz mit seiner Lage im Südwesten der Republik besonders vom Klimawandel betroffen sei. «82 Prozent der Bäume weisen Schäden auf, die unter anderem auf die Klimaveränderungen zurückzuführen sind», ergänzt er mit Blick auf Rheinland-Pfalz.

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