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Kaiserslautern hadert mit Remis im Derby

01.03.2020 - Der 1. FC Kaiserslautern wartet auch nach dem Südwest-Derby bei Waldhof Mannheim auf den ersten Sieg in 2020. Größere Ausschreitungen konnten rund um das Hochrisiko-Spiel vermieden werden.

  • Mohamed Gouaida (l., Waldhof Mannheim) und Carlo Sickinger (FC Kaiserslautern) in Aktion. Foto: Michael Deines/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mohamed Gouaida (l., Waldhof Mannheim) und Carlo Sickinger (FC Kaiserslautern) in Aktion. Foto: Michael Deines/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mannheim/Kaiserslautern (dpa/lrs) - Das Drittliga-Derby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern bot auf dem Rasen und den Rängen viel - nur kein zufriedenstellendes Ergebnis für die Roten Teufel. Auch nach dem 1:1 (0:0) am Samstag warten die Pfälzer weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2020. Die Polizei hingegen zog eine insgesamt positive Bilanz nach dem Hochrisikospiel.

Ein erster Vorgeschmack auf die hitzige Stimmung im mit 23 157 Zuschauern ausverkauften Carl-Benz-Stadion bot sich den Lauterern schon auf der Hinfahrt, als ein Wurfgeschoss eine äußere Scheibe des Mannschaftsbusses zerstörte. Verletzt wurde dabei niemand. «In dem Moment haben wir uns gesagt: Jetzt erst recht. Wir haben uns heute aber mehr gewünscht, gerade nach der 1:0-Führung», sagte Kapitän Carlo Sickinger.

Abgesehen von diesem Vorfall ging das Konzept der rund 1000 Polizeibeamten in Mannheim auf, die strikte Fantrennung blieb gewährleistet. Wegen des mehrfachen Zündens von Pyrotechnik verzögerte sich jedoch der Anpfiff der zweiten Halbzeit um einige Minuten. Zudem konnten die Einsatzkräfte nach Spielende die Versuche von beiden Fanlagern, das Spielfeld zu stürmen, erfolgreich unterbinden.

Sportlich war der FCK lange die tonangebende Mannschaft, doch das große Manko der vergangenen Wochen machte auch diesmal einen erfolgreichen Ausgang zunichte: die Chancenverwertung. Der eingewechselte Hendrick Zuck versetzte die rund mitgereisten 4000 FCK-Fans mit dem 1:0-Führungstreffer dann doch noch in Ekstase (73. Minute). Marco Schuster sorgte mit dem Ausgleich (87.) jedoch für das Ende der Lauterer Hoffnungen auf einen Derbysieg. «Wir hätten den Sieg verdient gehabt», befand Trainer Boris Schommers. «Es ist das vierte Unentschieden, das sich anfühlt wie zwei verlorene Punkte.»

Nach den Unruhen der vergangenen Tage rund um die Freistellung von Vereinsikone Gerry Ehrmann sorgten die FCK-Akteure mit der durchgehend couragierten Leistung wieder für Freude beim Anhang. Doch die Punkteausbeute muss schnellstmöglich verbessert werden, sonst droht dem Tabellen-13. der Abstiegskampf zum Saisonende. «Wir werden sehen, was uns der Punkt bringt. Aber für das Selbstvertrauen ist er gut. In so einer Atmosphäre zu bestehen, macht auch Mut», erklärte Keeper Lennart Grill.

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