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Kanzlersohn Walter Kohl: Politik «lässt die Bürger im Stich»

20.02.2020 - Freiburg (dpa/lrs) - Der Buchautor und Kanzlersohn Walter Kohl (56) vermisst von Politik und Parteien in Deutschland Antworten für die Zukunft. «Die gegenwärtige Berliner Politik lässt die Bürger unseres Landes mit Selbstbeschäftigung im Stich», sagte Kohl der Deutschen Presse-Agentur in Freiburg. Sie sei «kurzfristig, überhastet und oft beliebig» geworden. In vielen Bereichen gebe es Politik- und Politikerversagen. Politik folge nicht mehr, wie früher, klar definierten Werten und Leitlinien. Die Folgen seien ein schwindendes Vertrauen der Bürger in den Staat, eine «Erosion der bürgerlichen Mitte» und ein Erstarken der Ränder, vor allem der AfD.

  • Walter Kohl steht mit dem Buch in der Hand auf einer Wiese. Foto: Paul Zinken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Walter Kohl steht mit dem Buch in der Hand auf einer Wiese. Foto: Paul Zinken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Walter Kohl ist der älteste Sohn von Helmut Kohl (CDU), Bundeskanzler von 1982 bis 1998. Im Freiburger Verlag Herder erscheint sein neues Buch mit dem Titel «Welche Zukunft wollen wir? Mein Plädoyer für eine Politik von morgen». Es ist Kohls viertes Buch und das erste Werk nach dem Tod des Vaters. Helmut Kohl wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen geboren und starb am 16. Juni 2017 in Ludwigshafen-Oggersheim. Er liegt in Speyer begraben.

Politik und Wirtschaft müssten umsteuern, sagte Walter Kohl. Deutschland lebe in vielen Bereichen von der Substanz vergangener Aufbauleistungen. Um die Infrastruktur, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Bildung sei es schlecht bestellt. Nötig seien daher ein anderes politisches Selbstverständnis sowie der Umbau der Wirtschaft hin zu einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft.

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