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Kein Geld für den letzten Weg: Hunderte Sozialbestattungen

13.11.2019 - Trier/Mainz (dpa/lrs) - In Hunderten von Fällen pro Jahr müssen in Rheinland-Pfalz Kommunen die Bestattung bezahlen. Der Grund: Weder bei dem Gestorbenen noch bei den Angehörigen ist Geld für die anfallenden Kosten da. In einigen Städten des Landes hat die Zahl dieser «Sozialbestattungen» in den vergangenen fünf Jahren zugenommen, in anderen ist sie zurückgegangen. Vielerorts gestiegen ist aber die Zahl der Bestattungen, die das Ordnungsamt veranlasst, weil keine Angehörigen zu finden sind. In 2018 sind landesweit insgesamt gut 48 000 Menschen gestorben.

  • Ein preiswerter Sarg für 350 Euro aus Nadelholz. Foto: Grit Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein preiswerter Sarg für 350 Euro aus Nadelholz. Foto: Grit Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Es geht auch in diesen Fällen alles würdevoll zu», versichert Elke Herrnberger, Sprecherin des Bundesverbands der Bestatter in Düsseldorf. Ein einfacher Sarg, einfach ausgekleidet, mit einfacher Sterbewäsche, einfachem Grabkreuz und Orgelspiel sind gesetzlich vorgesehen: «Dafür muss man sich nicht schämen.» Todesanzeige, Trauerredner und «Leichenschmaus» werden hingegen nicht bezahlt. Bei der Übernahme der Kosten gebe es zwischen den Kommunen «eine Riesen-Bandbreite», sagt sie. «Das geht von 2000 bis 6000 Euro, je nachdem, wie arm oder reich die Kommunen sind.»

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