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Klimaforscher Haug wird neuer Präsident der Nationalakademie

11.12.2019 - Die Leopoldina berät die Politik und Gesellschaft zu Zukunftsthemen. Ein Klimaforscher wird künftig die Stimme der deutschen Wissenschaft auch im Ausland sein.

  • Informationsmappen von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina liegen auf einem Tisch. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Informationsmappen von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina liegen auf einem Tisch. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Halle/Mainz (dpa) - Der Klimaforscher Gerald Haug (51) vom Max-Planck-Institut für Chemie aus Mainz leitet vom 1. März 2020 an die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Der Senat der Akademie wählte ihn am Mittwoch in geheimer und schriftlicher Abstimmung zum neuen Präsidenten, wie eine Sprecherin mitteilte. Haug folgt an der Leopoldina Jörg Hacker (67). Der Mikrobiologe scheidet nach zwei Amtszeiten den Angaben zufolge turnusgemäß nach zehn Jahren aus dem Amt des Präsidenten aus. «Gerald Haug besitzt ein hervorragendes Gespür für die Vermittlung von Forschungsthemen an Politik und Gesellschaft. Zudem pflegt er sehr gute Netzwerke in der nationalen und internationalen Wissenschaft» sagte Hacker.

Haug ist seit 2012 Mitglied der Leopoldina. Der Klimaforscher, Geologe und Paläo-Ozeanograph erforscht den Angaben zufolge die Entwicklung des Klimas der letzten Jahrtausende bis Jahrmillionen. Er befasst sich mit den Wechselwirkungen von Klima und Kulturen. Aus Untersuchungen vor der Küste Venezuelas wies er zum Beispiel historische Dürreperioden nach. Diese korrelierten zeitlich mit dem Untergang der Hochkultur der Maya, wie die Leopoldina mitteilte.

Haug erklärte nach seiner Wahl, es gehe ihm um eine faktenbasierte, ausgewogene und transparente wissenschaftliche Beratung, die Belange unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen einbeziehe. Damit könne die Leopoldina zum Konsens über aktuelle Fragen und auch Zukunftsthemen beitragen. «Diese Aufgabe wird in unserer sich schnell wandelnden und zunehmend komplexen Welt immer wichtiger, national, europäisch und weltweit», erklärte er.

Der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftler ist derzeit geschäftsführender Direktor das Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz. Er ist Professor an der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Der Wissenschaftsminister von Rheinland-Pfalz, Konrad Wolf (SPD), würdigte Haug als einen renommierten Wissenschaftler und herausragenden Botschafter der Wissenschaft.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wünschte Haug für seine verantwortungsvollen Aufgaben viel Erfolg und eine glückliche Hand. Er sei sich sicher, dass die Leopoldina in die Zukunft führe. Zugleich würdigte Haseloff die Arbeit des bisherigen Präsidenten. «Jörg Hackers Rat und sein Urteil sind weltweit gefragt». Die Leopoldina hat nach eigenen Angaben rund 1600 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern. Dazu gehören Nobelpreisträger.

Die Leopoldina mit Sitz in Halle wurde 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. Sie berät die Politik und Gesellschaft zu gesellschaftlich relevanten Fragen und gibt wissenschaftlich fundierte Stellungnahmen ab. Zudem vertritt die Leopoldina die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien, etwa bei der wissenschaftsbasierten Beratung der G7- und G20-Gipfel.

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