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Kritik an Opfer-Entschädigung aus Kirchensteuern

22.11.2019 - Bonn/Trier (dpa/lrs) - Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat Überlegungen des Trierer Bischofs Stephan Ackermann kritisiert, Entschädigungen für Missbrauchsopfer aus Kirchensteuern zu bezahlen. «Der Appell an eine Solidargemeinschaft geht an dieser Stelle ins Leere, denn unsere Solidarität gilt den Opfern - und nicht jenen Verantwortlichen und Institutionen, die nun nach Auswegen angesichts finanzieller Forderungen suchen», sagte ZdK-Vizepräsidentin Claudia Lücking-Michel am Freitag in Bonn.

  • Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK). Foto: Marius Becker/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK). Foto: Marius Becker/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Trierer Bischof hatte kürzlich vorgeschlagen, dass bei der angestrebten Neuregelung um höhere Entschädigungszahlungen für Missbrauchsopfer auf Kirchensteuermittel zurückgegriffen werden könnte. Dabei verwies er auf die «Solidargemeinschaft» der Kirchenmitglieder. Ackermann ist Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für Fragen des sexuellen Missbrauchs.

«Wir erleben seit dieser Ankündigung eine wachsende Empörung bei vielen Katholikinnen und Katholiken», sagte Lücking-Michel bei der ZdK-Vollversammlung. Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, werde dies zur «nächsten schweren Akzeptanzkrise der Kirchensteuer» und als Folge zu vielen Kirchenaustritten führen.

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