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Land entzieht muslimischer Kita die Betriebserlaubnis

11.02.2019 - Mainz (dpa/lrs) - Rheinland-Pfalz hat der einzigen muslimischen Kindertagesstätte in diesem Bundesland die Betriebserlaubnis entzogen. Der Kita-Träger, der Mainzer Moscheeverein Arab Nil Rhein, vertrete Inhalte der islamistischen Muslimbruderschaft und des Salafismus und stehe damit nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes, teilte der Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, am Montag in Mainz mit. Der Betrieb der Al-Nur-Kita in Mainz müsse spätestens zum 31. März eingestellt werden.

  • Eine Tafel weist auf den Eingang des Al-Nur-Kindergartens in Mainz hin. Foto: Peter Zschunke © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Tafel weist auf den Eingang des Al-Nur-Kindergartens in Mainz hin. Foto: Peter Zschunke © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Vorsitzende des Moscheevereins, Samy El Hagrasy, sagte am Freitag, das Kindeswohl sei in der Kita garantiert. Und der Träger dürfe nicht aufgrund einzelner Ereignisse in der Vergangenheit, sondern müsse in seiner Gesamtheit beurteilt werden. Es gebe daher keine Voraussetzungen für einen Entzug der Betriebserlaubnis. Der Verein habe sich in Mainz seit seiner Gründung für den Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen eingesetzt, auch mit Juden und Christen.

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