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Landesregierung empfiehlt Absage von großen Veranstaltungen

10.03.2020 - Konzerte und Sportveranstaltungen in Rheinland-Pfalz stehen wegen des grassierenden Coronavirus auf der Kippe. Das Land empfiehlt, zumindest Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen abzusagen. Ein generelles Verbot bedeutet das aber nicht.

  • Ein Arzt hält ein Blatt Papier in der Hand. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Arzt hält ein Blatt Papier in der Hand. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Rheinland-Pfalz sollen wegen des neuartigen Coronavirus Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 1000 Teilnehmern abgesagt werden. Diese Empfehlung gab am Dienstag die Landesregierung in Mainz heraus. In der Regel sollten solche Veranstaltungen bis mindestens Ende April nicht mehr stattfinden. Das Land verwies aber zugleich auf die Ebene der Städte und Gemeinden: «Zuständig für die Genehmigung einer Großveranstaltung ist das jeweilige Ordnungsamt in der Kommune.» Die Schulen im Land sollen offenbleiben.

«Veranstaltungen mit vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern können zu einer schnelleren Verbreitung des Virus beitragen, da eine Übertragung auf viele Personen möglich ist», hieß es zur Begründung. Sollten Veranstalter der Empfehlung nicht folgen, «ist zwingend die Abstimmung mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt vorzusehen», teilte die Staatskanzlei mit. Was das für Fußballspiele in Rheinland-Pfalz mit größeren Zuschauerzahlen bedeutet, die ja im Freien stattfinden, blieb zunächst unklar.

Beim Auswärtsspiel des FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr) in Köln wird es keine Zuschauer geben, wie der 1. FC Köln am Dienstag berichtete. «Der FC würde gerne in vollen Stadien spielen und bedauert die Entwicklung. Aktuell geht jedoch der Schutz der Bevölkerung vor. Wir unterstützen daher die Maßnahmen der zuständigen Behörden und bitten alle Fans dafür um Verständnis», schrieb der Verein.

Die Stadt Ludwigshafen erklärte, dass bis auf Weiteres Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 1000 erwarteten Teilnehmern untersagt sind. Für alle anderen Veranstaltungen gelte, dass die Organisatoren sicherstellen und bestätigten müssten, die Veranstaltungen nach den Richtlinien und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts durchzuführen.

Die Verfügung greift nach Mitteilung der Stadt ab diesem Mittwoch (11.3.). Davon betroffen ist auch Handball-Bundesligist Eulen Ludwigshafen, der seine Heimspiele in der knapp 2400 Zuschauer fassenden Friedrich-Ebert-Halle im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim austrägt. «Dies bedeutet, dass bis auf weiteres alle Heimspiele der Eulen Ludwigshafen untersagt werden», teilte der Verein mit. Die nächste, bereits ausverkaufte Partie ist laut Spielplan am 19. März gegen den Spitzenclub THW Kiel.

Mit Stand Dienstagnachmittag sind in Rheinland-Pfalz bislang 25 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, wie aus einer Mitteilung des Sozialministeriums hervorgeht.

Derzeit seien eine landesweite Schließung von Schulen mit mehr als 1000 Schülerinnen und Schülern oder Zwangsferien aus medizinischer und infektionshygienischer Sicht nicht angebracht, um eine weitere Verbreitung der Lungenkrankheit zu verhindern, hieß es weiter. «Nach derzeitiger Kenntnis gehören Schülerinnen und Schüler grundsätzlich nicht zu den Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko haben, schwer zu erkranken.» Es gebe auch keine Hinweise auf vermehrte Übertragungen des Virus in Schulen. Klassenfahrten, die in eines der als Risikogebiete eingestuften Regionen geplant seien, müssten hingegen abgesagt werden.

Das Land will notfalls auch mündliche Abiprüfungen, die für den Zeitraum vom 16. bis 25. März geplant sind, verschieben, sollte diese an Schulen wegen des Coronavirus nicht möglich sein. «Schulaufsicht und Bildungsministerium werden das möglich machen», hieß es. «Alle Schülerinnen und Schüler werden ihr mündliches Abitur ablegen können.»

Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) traf sich unterdessen am Dienstagnachmittag mit Unternehmern und Verbandsvertretern, um über die Auswirkungen der Coronavirus-Infektionen zu sprechen. «Nachdem die Corona-Infektionen weltweit, aber auch in Deutschland zunehmen, stellt sich auch in Rheinland-Pfalz die Frage, wie wir mit den daraus entstehenden Herausforderungen umgehen», erklärte Wissing.

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