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Nur geringer Anstieg bei Corona-Infektionen

01.06.2020 - Die Zahl der registrierten Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz steigt weiter nur noch langsam. Die behördlichen Beschränkungen werden größtenteils beachtet. Der Frust der Menschen darüber ist laut einer Studie überraschend gering.

  • Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung von Angestellten gehalten. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung von Angestellten gehalten. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei meist freundlichem und sonnigem Feiertagswetter hat sich die überwiegende Mehrheit der Menschen in Rheinland-Pfalz laut Polizei über das lange Pfingstwochenende an die Corona-Beschränkungen gehalten. Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. Es seien «nur vereinzelt Ansammlungen festgestellt und aufgelöst» worden, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Mainz am Montag.

INFEKTIONSZAHLEN

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen erhöht sich weiter nur noch leicht. Von Samstag auf Sonntag stieg die Zahl der bestätigen Fälle um 9 auf 6698. Von Sonntag auf Montag (Stand 10.15 Uhr) kam eine neue Infektion auf gesamt dann 6699 Fälle hinzu, teilte das Gesundheitsministerium in Mainz mit. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie Ende Februar blieb erneut unverändert bei 230. Am Montag infiziert waren demnach 246 Menschen, 6223 gelten den Angaben zufolge als genesen.

Die stärkste Infektionsdynamik gibt es in der Stadt Mainz mit 23 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Danach folgt die Stadt Worms mit elf Fällen. Diese Zahlen werden von den Gesundheitsämtern über die Landesmeldestelle beim Landesuntersuchungsamt an das Robert Koch-Institut übermittelt.

PSYCHISCHE BELASTUNG

Trotz Corona-Beschränkungen fühlen sich nach einer neuen Studie die meisten Menschen in ihrem autonomen Handeln nicht stark eingeschränkt: Nur 24 Prozent der Befragten gaben an, sie seien darüber frustriert, in ihrer Freiheit beschränkt zu sein, sagte die Leiterin des Forschungsprojektes Michaela Brohm-Badry an der Universität Trier der Deutschen Presse-Agentur. Rund zwei Drittel (63 Prozent) sahen sich dagegen als nach wie vor voll autonom handelnd an. «Das Ergebnis hat uns überrascht. Wir hatten höheren Frust erwartet.»

Dass die Beschränkungen nicht so stark als solche empfunden werden, habe einen Grund: Wenn Menschen sie als notwendig verstehen würden, könnten sie sie besser akzeptieren, sagte die Wissenschaftlerin, die die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Positiv-Psychologische Forschung ist. Möglicherweise sei es den politischen Vertretern gelungen, diese Einsichtsfähigkeit zu aktivieren.

Die Studie untersucht über einen längeren Zeitraum, wie Menschen in und nach Corona-Zeiten mit ihren Grundbedürfnissen zurechtkommen - und was ihnen besonders wichtig ist. In einer ersten bundesweiten Online-Befragungsrunde von Ende April bis Mitte Mai wurden 422 Erwachsene befragt. Die Studie ist nicht repräsentativ.

KIRCHE

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, rief in der Corona-Krise dazu auf, eine vernünftige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden. Die Mehrheit der Bürger sei mit der zeitweisen Einschränkung der Freiheit einverstanden, und die Maßnahmen seien erfolgreich, sagte Bätzing laut vorab verbreitetem Redetext in seiner Pfingstpredigt am Sonntag im Limburger Dom. Nun, da die Gesellschaft allmählich wieder aufwache, wagten sich jedoch viele mit Kritik hervor, fröhlich Unbesorgte genauso wie tief Besorgte «und leider auch die extrem Ausgerichteten», sagte Bätzing. Das Bistum Limburg erstreckt sich auch auf Teile von Rheinland-Pfalz.

KITAS

In den mehr als 2500 Kitas in Rheinland-Pfalz beginnt am (morgigen) Dienstag ein eingeschränkter Regelbetrieb. Zumindest zeitweise ist dann jedes Kind in Abstimmung mit der Einrichtung wieder willkommen in der Kita. Die Umsetzung ist abhängig von den räumlichen und personellen Bedingungen und soll bis zum 8. Juni überall abgeschlossen sein. Die neue Phase löst die erweiterte Notbetreuung in den Kitas ab - zuletzt wurde diese für 17,9 Prozent der landesweit 183 000 Kita-Plätze in Anspruch genommen.

«Wichtig ist jetzt, dass jede Kita - mit ihren individuellen Voraussetzungen - so viel Kita macht wie möglich, so dass alle Kinder wieder einen Zugang zu ihrer Kita bekommen und Familien so gut wie möglich entlastet werden», sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums.

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