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Lewentz: Zahl der Verkehrstoten auf «historischem Tiefstand»

27.02.2020 - Zu wenig Abstand, zu viel Tempo: Auf den rheinland-pfälzischen Straßen krachte es 2019 alle dreieinhalb Minuten. Trotzdem sank die Zahl der Verkehrstoten auf einen neuen Tiefstand und unter ihnen war kein einziges Kind.

  • Ein zerstörter PKW steht auf Bundesstraße 51 in Fahrtrichtung Trier. Foto: Steil TV/-/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein zerstörter PKW steht auf Bundesstraße 51 in Fahrtrichtung Trier. Foto: Steil TV/-/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - In Rheinland-Pfalz sind 2019 so wenige Menschen wie noch nie seit Beginn der Statistik bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Innenminister Roger Lewentz (SPD) sprach am Donnerstag in Mainz von einem «historischen Tiefstand». Die Zahl der Unfälle insgesamt ist aber im Vergleich mit dem Jahr 2018 etwas gestiegen. Die häufigste Ursache war ein zu geringer Sicherheitsabstand. Begonnen wurde die Statistik im Jahr 1953.

Insgesamt seien auf rheinland-pfälzischen Straßen im vergangenen Jahr 153 Menschen gestorben, sagte Lewentz. Im Jahr zuvor habe es noch 166 Verkehrstote gegeben, der höchste bisher verzeichnete Stand sei mit 1241 Toten im Jahr 1971 erreicht worden. «Die Verkehrssicherheit ist in Rheinland-Pfalz auf einem hohen Niveau.» Diese Entwicklung hänge unter anderem mit den inzwischen besser ausgebauten Straßen und der verbesserten Sicherheitstechnik zusammen. Außerdem: «Im Jahr 2019 wurde kein Kind durch einen Verkehrsunfall getötet.»

Gefährlich sei aber anscheinend der Schulweg. Auf diesem wurden laut Lewentz bei einem Unfall 114 Kinder verletzt, neun mehr als 2018 noch. Gefährliche Situationen könnten sich beispielsweise durch sogenannte Elterntaxis ergeben. Einige Schulen hätten daher schon in Zusammenarbeit mit dem ADAC Zonen eingerichtet, in denen es sicherer sei, die Kinder beispielsweise aus dem Auto aussteigen zu lassen.

Insgesamt blieb es bei den meisten Unfällen im vergangenen Jahr bei Blechschäden. Dem Innenminister zufolge krachte es im Schnitt alle dreieinhalb Minuten auf den Straßen. In rund 30 Prozent der Fälle sei ein zu geringer Sicherheitsabstand die Unfallursache gewesen. Der zweithäufigste Grund sei zu hohes Tempo gewesen.

Das Land wolle deshalb weiterhin auf Blitzer und Abstandsmessungen setzen. Denn ein Appell allein bewirke bei Dränglern nichts. Insgesamt registrierte ihm zufolge die Polizei landesweit 145 677 Unfälle im vergangenen Jahr - rund 850 mehr als im Jahr zuvor.

Die Zahlen beinhalten unter anderem die Unfälle mit Radfahrern. 20 von ihnen verloren laut Lewentz im vergangenen Jahr ihr Leben. Das seien neun Menschen oder fast 82 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Der Innenminister sprach von einem «erheblichen» Anstieg, die Fraktion der Grünen im Landtag von einer «alarmierenden» Situation. Die Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmende müsse erhöht werden, forderten die Grünen. Dabei seien die Kommunen gefragt. «Die Erstellung von Radwegekonzepten muss in allen Kommunen höchste Dringlichkeit haben.»

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