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Mainz 05 kämpft im Kellerduell gegen den Imageschaden

27.02.2020 - Die Hochzeit der Fastnacht war für den selbst ernannten Karnevalsverein Mainz 05 schon vor dem Aschermittwoch vorbei. Das 0:4 in Wolfsburg und einige gelangweilte Profis beim Rosenmontagszug sorgten für Häme im Netz.

  • Der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer vor Spielbeginn im Stadion. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer vor Spielbeginn im Stadion. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Die Abstiegsangst begleitet den FSV Mainz 05 in die Fastenzeit. Zurückhaltung beim Punktesammeln kann sich der Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga jedoch nicht leisten. Am Samstag (15.30 Uhr) ist ein Heimsieg gegen den Tabellenletzten SC Paderborn ebenso Pflicht wie eine Woche später gegen Fortuna Düsseldorf.

Nach zwei guten Partien mit vier Punkten (3:1 bei Hertha, 0:0 gegen Schalke) war der leidenschaftslose Auftritt beim 0:4 in Wolfsburg ein Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten. «Rückschläge bringen uns zu schnell aus dem Konzept. Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen. Wir brauchen Konstanz», sagte Trainer Achim Beierlorzer am Donnerstag.

War die Pleite bei den Niedersachsen schon ein Stimmungskiller, so erhöhte sich der Fanfrust mit der Teilnahme des Vereins am Mainzer Rosenmontagszug noch weiter und löste einen Sturm der Entrüstung im Netz aus. Beierlorzer fand sein erstes Mitwirken auf dem Motivwagen zwar «toll». Der Meinung schlossen sich alle Zugzuschauer an. Gelangweilte Profis, die der Narrenschar den Rücken zudrehten oder am Handy spielten, sorgten allerdings für entsprechende Kommentare.

Der 05-Vorsitzende Stefan Hofmann und Sportvorstand Rouven Schröder versuchten, den Schaden zu begrenzen. «Wir bedauern dieses Verhalten sehr. Schade, dass das zeitweise Benehmen einiger weniger Spieler das Bild unseres gelungenen Auftritts so überlagert», ließ Schröder mitteilen. «Das hat weh getan», meinte er.

Mit den betreffenden Spielern hat Schröder daher Einzelgespräche geführt. Den erlittenen Imageschaden können aber nur die Profis in der Arena auffangen, wenn sie gegen Paderborn mit Leistung, Mentalität und Einsatzwillen überzeugen und die Einstellung auch in den folgenden Begegnungen zeigen.

Beierlorzer weiß um die Probleme. «Wir müssen mental stark sein, dürfen nach einem Gegentor nicht in Schockstarre verfallen. Wir müssen stressfähig sein und die Frustrationstoleranz nach oben schrauben», forderte der 05-Coach.

Paderborn mit den beiden Mainzer Leihgaben Jannick Huth und Gerrit Holtmann sei kein typisches Schlusslicht, die Mannschaft besser als der Tabellenstand. Als Beweis führte Beierlorzer das 2:3 des Aufsteigers bei Bayern München an. «Ich erwarte ein Kampfspiel. Da brauchen wir Geduld, Ruhe und Stabilität.»

Schröder forderte, der Funke müsse vom Rasen auf die Zuschauer überspringen. Auf den Rängen werden die Profis jedoch viele Lücken entdecken. Nur 22 000 Zuschauer erwarten die 05er. Welche Startelf Beierlorzer auf den Platz schickt, ließ er wie immer offen. «Alles ist möglich», sagte der Franke.

Jeremiah St. Juste und Alexander Hack sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Auch im Angriff sind Umstellungen denkbar. Jean-Philippe Mateta drängt nach drei Partien als Bankdrücker zurück. Beierlorzer: «Ein 0:4 wie in Wolfsburg bietet jedem im Training die Chance, sich anzubieten.»

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