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Mainzer Zuversicht in der Krise: «Wir würden das überstehen»

19.03.2020 - Als Lautsprecher in der Krise um das Coronavirus hat sich Mainz 05 in den letzten Tagen nicht hervorgetan. Stattdessen wurde die Lange im Verein und Umfeld analysiert und bewertet. Die 05er fühlen sich trotz aller Unwägbarkeiten gerüstet für schwere Zeiten.

  • Vereinsvorsitzender und Vorstandschef Stefan Hofmann. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vereinsvorsitzender und Vorstandschef Stefan Hofmann. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sportlich kämpft der noch vom Coronavirus verschonte FSV Mainz 05 auf Platz 15 der aktuellen Tabelle nach dem 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga ums Überleben. Wirtschaftlich herrscht bei den Rheinhessen die Zuversicht, selbst einen Abbruch der Spielzeit wegen des grassierenden Seuche und seiner weitreichenden Folgen überstehen zu können. «Solch ein Szenarion würde uns natürlich sehr, sehr weh tun. Aber wir sind guter Dinge», sagte der kaufmännische Vorstand, Jan Lehmann, am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz in der Opel-Arena.

Ausbleibende Fernsehgelder in Höhe von rund 16 Millionen Euro, die im Mai zu erwarten sind, seien zu verkraften. «Spielen wir die Saison auch ohne Zuschauer zu Ende, trifft uns das nicht existenziell.» Der Saisonabbruch sei bedrohender. «Wenn ein Produkt nicht mehr hergestellt werden kann, überlebt kein Unternehmen», erklärte Lehmann. Mit gut 50 Prozent sind die Medieneinnahmen der größte Posten der Einnahmen. Sponsorengelder belaufen sich auf 15 Prozent.

Die Mainzer Profis, die sich in häuslicher Umgebung mit individuellen Trainingsplänen für den Tag X fit halten, haben laut Sportvorstand Rouven Schröder signalisiert, auf einen Teil der Gehälter verzichten zu wollen. «Die Spieler sind von sich aus auf uns zugekommen», betonte Schröder, der in der aktuellen Lage keine auslaufenden Spielerverträge verlängern wird. Betroffen davon sind die Routiniers Stefan Bell und Daniel Brosinski. Auch eventuell schon geplante Neuverpfichtungen liegen auf Eis, denn - so derSportmanager - es sei gar nicht klar, mit welchem Etat im nächsten Jahr gerechnet werden könne.

Gute Nachrichten hatte Lehmann für die 05-Mitarbeiter. «Derzeit sind keine Jobs in Gefahr», erklärte der kaufmännische Vorstand. Alle bekämen ihre Gehälter. «Das können wir länger durchhalten.» Der Vorstand wolle vorangehen, das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen, wenn es nötig wird, auf einen Teil des Gehaltes verzichten zu müssen.

Die Mainzer haben in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet. Die Eigenkapital lag Ende 2019 laut Lehmann bei 55 Millionen Euro. Die Quote sei aber nicht gleichzusetzen mit liquiden Mitteln. Wenn es hart auf hart käme, sei der Gang zur Hausbank möglich. «Eventuelle Ausfälle können wir dann einige Monate lang überbrücken», sagte Lehmann.

Vorstandschef Hofmann forderte in seinem Statement eindringlich Solidarität ein. Die Gesundheit der Menschen sei wichtig, der Sport stehe hinten an. «Populistische Aussagen sind nicht gut in der Zeit», erklärte Hofmann. Deshalb habe sich der Verein auch mit Aussagen zu wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise zurückgehalten. «Der Blick in die Glaskugel bringt nichts. Wir haben einen dynamischen Prozess, dessen zeitliche Dimension keiner kennt.»

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