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Mund-Nasen-Schutz und Stoßlüften: Die Schule beginnt wieder

22.10.2020 - Alle 20 Minuten Stoßlüften und bei Corona-Warnstufe Rot Mund-Nasen-Schutz im Unterricht: So beginnt am Montag in Rheinland-Pfalz die Schule nach den Herbstferien.

  • Eine Maske liegt neben einem Mäppchen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Maske liegt neben einem Mäppchen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig sieht die Schulen trotz der steigenden Corona-Infektionen für den Herbst gut vorbereitet. «Kinder und Jugendliche sind nicht die Treiber der Pandemie», sagte die Sozialdemokratin am Donnerstag in Mainz. Seit Beginn der Sommerferien sei nur ein Fall bekannt geworden, in dem eine Corona-Infektion in der Schule übertragen worden sei. «Sonst sind die Infektionen in die Schulen hineingetragen worden, vor allem durch Erwachsene.» Neben dem Infektionsschutz sei das Recht auf Bildung entscheidend und dies am besten in Schulen im Präsenz-Unterricht zu verwirklichen. Die Schutzmaßnahmen zum Schulbeginn im Überblick.

MASKENPFLICHT: Die Maskenpflicht wird an weiterführenden Schulen bei der Corona-Warnstufe Rot auf den Unterricht ausgeweitet. Von dieser Regel wird es aber in Einzelfällen auch Ausnahmen geben. Entscheidend sind die Empfehlungen der regionalen Task Forces aus Vertretern von Kommunen, Kreisen und Landesregierung. Deren Leiter, Detlef Placzek, sagt: Die Maskenpflicht im Unterricht bei Warnstufe Rot sei auch sinnvoll, um die Kontrolle über den «Überraschungs-Moment» nach zwei Wochen Herbstferien zu haben. Warnstufe Rot bedeutet mindestens 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Eine temporäre Maskenpflicht im Unterricht ab einer Inzidenz von 35 sei zudem in bestimmten Fällen auch möglich. «Es wird aber keine landesweite Maskenpflicht in Rheinland-Pfalz geben», betont Hubig. An Grund- und Förderschulen werde der Mund-Nasen-Schutz im Unterricht aber «nur in absoluten Ausnahmefällen» vorgeschrieben werden.

STOß- und QUERLÜFTEN ist laut Bundesumweltamt und Ministerin Hubig das A und O. Damit möglichst in allen Unterrichtsräumen gelüftet werden kann, wurden in vielen Klassenzimmern wieder Griffe an die Fenster geschraubt, berichtet der Geschäftsführende Direktor des Landkreistages, Burkhard Müller (SPD). «Die Schulträger melden wenig bis keine Probleme beim Stoßlüften», sagt Hubig.

Wie soll gelüftet werden? Alle 20 Minuten während des Unterrichts mit weit geöffneten Fenstern. Drei bis fünf Minuten im Winter. Auch nach jeder Unterrichtsstunde und die Pausen über Lüften. Am besten Querlüften: also das gegenüberliegende Fenster auch weit öffnen. Unterricht mit Jacke und Mütze? Die Temperatur sinkt laut Bundesumweltamt beim Stoß- und Querlüften nur um wenige Grad und steigt schnell wieder.

LÜFTUNGSGERÄTE UND CO2-AMPELN: Für die Unterrichtsräume, in denen nicht gelüftet werden kann, die aber trotzdem gebraucht werden, können die Schulen mobile Lüftungsgeräte anschaffen. Die kosten Hubig zufolge zwischen 3000 und 5000 Euro und das Land fördet die Anschaffung in diesen Einzelfällen mit bis zu sechs Millionen Euro. Wie viele Geräte gebraucht werden, weiß aber noch niemand. Müller und Hubig gehen von «kleinen Mengen» aus. Werkstätten mit Oberlichtern, die sich nur kippen lassen, nennt die Ministerin als Beispiel.

Es komme zudem entscheidend auf die richtigen Geräte und die Wartung an, sagt Hubig. «Das ist nicht so einfach wie ein Licht oder die Heizung einzuschalten», sagt Müller. Die Geräte könnten nicht vom Hausmeister bedient werden, sondern erforderten Lüftungs-Ingenieure. Die Empfehlungen für die richtigen Geräte und deren Einsatz sollen «zeitnah» vom Bundesumweltamt kommen. Dabei werde es auch um Turnhallen gehen. Die Schulträger können die Geräte bestellen.

CO2-Ampeln empfiehlt das Umweltbundesamt nur, um Stoß- und Querlüften einzuüben. Die Landesregierung unterstützt die Anschaffung dieser etwa 100 bis 200 Euro teuren Geräte nicht. Einige Schulen hätten aber bereits welche gekauft, berichtet Hubig.

SCHULBUSSE: Überfüllte Schulbusse seien seltener geworden, seit die Kommunen und Kreise mit finanzieller Unterstützung des Landes zusätzliche bestellen könnten, sagt Müller. Allerdings steigen im Herbst und Winter viele Radfahrer - auch Schüler - wieder auf öffentliche Verkehrsmittel um. Es werde nun geprüft, inwieweit Schulen den Unterrichtsbeginn versetzen könnten, ob noch mehr Busse bestellt werden müssten und ob das vom Land bis Jahresende unterstützte Schulbusprogramm noch einmal verlängert werde.

VERHALTEN: «Es passiert nicht in der Schule», sagt Placzek über die Ansteckungen. «Große Familienfeiern und Partys sind über das ganze Land ausschlaggebend.» Hubig und Müller appellierten an die Bürger, auf solche Feiern in nächster Zeit zu verzichten. «Je verantwortungsvoller und disziplinierter wir sind, desto schneller wird die Pandemie vorbei sein», sagte Hubig.

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