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Mutmaßliche IS-Unterstützerin kündigt Aussage an

22.10.2020 - Im Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Unterstützerin aus Idar-Oberstein will die Angeklagte umfassend aussagen. Das kündigte ihr Verteidiger am Donnerstag beim Prozessauftakt vor dem Oberlandesgericht Koblenz an. Die Aussage der Frau ist für den nächsten Verhandlungstermin am 13. November geplant. Der Vorsitzende Richter sagte, in einem Vorgespräch zur Verhandlung sei von Seiten der Verteidigung ein Geständnis angekündigt worden.

  • Das Türschild des Oberlandesgericht in Koblenz. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Türschild des Oberlandesgericht in Koblenz. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 29-jährigen Deutschen wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Laut Generalstaatsanwaltschaft Koblenz soll die Frau von September 2014 bis Anfang Februar 2019 Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen sein. Die dreifache Mutter ist die erste mutmaßliche IS-Rückkehrerin aus Rheinland-Pfalz.

Laut zum Prozessauftakt verlesener Anklage war die Frau 2014 mit ihrem nach islamischem Recht verheirateten Mann und zwei seiner Schwestern aus Idar-Oberstein über die Türkei nach Syrien gereist. Der Mann absolvierte eine militärische Ausbildung, die 29-Jährige soll mit ihrem Mann in einer syrischen Stadt gelebt, den Haushalt gemacht und einen Sohn zur Welt gebracht haben. Von Syrien aus soll sie über soziale Medien und Messenger-Dienste die Ideologie des IS nach außen propagiert, die Tötung Andersdenkender durch die Terrormiliz gerechtfertigt und zur Ausreise in das vom IS proklamierte «Kalifat» aufgerufen haben.

Die 29-Jährige wurde der Anklage zufolge 2019 von kurdischen Kräften festgesetzt. Sie war im Januar 2020 zusammen mit ihren drei Kindern von der Türkei nach Deutschland abgeschoben und in Frankfurt festgenommen worden. Sie kam in Untersuchungshaft.

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