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Neue Pläne zur Ehrung von Helmut Kohl in Ludwigshafen

21.09.2019 - In Mainz gibt es einen Helmut-Kohl-Platz, in Speyer ein Helmut-Kohl-Ufer. Hingegen ringt Ludwigshafen mit einer Ehrung. Nach einem Fehlschlag 2017 gibt es nun aber wieder Bewegung in der Heimatstadt des langjährigen Bundeskanzlers.

  • Das neugestaltete Grab von Helmut Kohl liegt im Adenauerpark der Dom-Stadt. Foto: Andreas Arnold/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das neugestaltete Grab von Helmut Kohl liegt im Adenauerpark der Dom-Stadt. Foto: Andreas Arnold/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ludwigshafen (dpa/lrs) - Vor zwei Jahren scheiterte die posthume Ehrung von Helmut Kohl in seiner Heimatstadt Ludwigshafen. Nun will die CDU in der pfälzischen Kommune einen neuen Anlauf nehmen. «Mein Wunsch wäre eine Würdigung bis zu Kohls 90. Geburtstag am 3. April 2020», sagte Fraktionschef Peter Uebel der Deutschen Presse-Agentur. Dazu seien die Christdemokraten zum Beispiel im Gespräch mit den anderen Parteien und auch mit der Witwe des langjährigen Bundeskanzlers. Die Öffentlichkeit soll ebenfalls eingebunden werden. «Wir wollen es besser machen als 2017», betonte Uebel.

Damals platzte das Vorhaben, die Rheinallee in Helmut-Kohl-Allee umzubenennen. Kleinere Fraktionen im Ludwigshafener Stadtrat fühlten sich ebenso übergangen wie Anwohner und ansässige Unternehmen. Die Pläne wurden dann auch Thema im Oberbürgermeister-Wahlkampf. Kohl wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen geboren und starb am 16. Juni 2017 in Ludwigshafen-Oggersheim. Er liegt in Speyer begraben.

Zu konkreten Ideen, ob etwa eine Straße oder ein Platz in der zweitgrößten Stadt von Rheinland-Pfalz nach Helmut Kohl benannt werden sollte, wollte sich Uebel nicht äußern. «Mich erreichen viele Mails und Anrufe mit Vorschlägen. Mir ist vor allem wichtig, dass wir einen breiten Konsens erreichen», sagte er. Es sei mit anderen Parteien vereinbart, dass die CDU einen Vorschlag machen solle.

Zustimmung kommt unter anderem von der Freien Wählergruppe (FWG). «Helmut Kohl ist zweifellos eine bedeutende Person der Zeitgeschichte und ein Sohn der Stadt Ludwigshafen und sollte daher entsprechend geehrt werden», meint Fraktionschef Rainer Metz. Ihm ist vor allem eins wichtig: «Alle Fraktionen sollten zustimmen, gleichzeitig müssen die betroffenen Bürger und Firmen bei einer Straßenumbenennung informiert und an der Entscheidungsfindung beteiligt werden.»

SPD-Fraktionsvorsitzender David Guthier sagte der «Rheinpfalz», grundsätzlich sei eine Würdigung Kohls wegen dessen Verdiensten um Deutschland und Europa anzustreben. Der Ball liege im Feld der CDU. «Es besteht fraktionsübergreifend Einigkeit, Helmut Kohl als Sohn der Stadt zu ehren», sagte FDP-Fraktionschef Thomas Schell der Zeitung.

Auch die Grünen lehnen eine mögliche Straßen- oder Platzbenennung nicht grundsätzlich ab. «Wir sehen es aber nicht als unsere Aufgabe an, dazu Vorschläge zu machen», sagte Fraktionssprecher Hans-Uwe Daumann. Er erinnerte daran, dass der einstige rheinland-pfälzische Ministerpräsident in seiner Geburtsstadt nicht umstritten gewesen sei.

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