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Polizei: Null-Toleranz-Strategie bei Pokalspiel

09.08.2019 - Die Polizei rechnet mit einem insgesamt friedlichen Derby zwischen Kaiserslautern und Mainz. Auf möglichen Krawall ist sie trotzdem vorbereitet. Schon in drei Wochen wartet das nächste Hochrisikospiel.

  • Fans des 1. FC Kaiserslautern halten zu Spielbeginn ihre Fanschals in die Höhe. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Fans des 1. FC Kaiserslautern halten zu Spielbeginn ihre Fanschals in die Höhe. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Vor dem brisanten Rheinland-Pfalz-Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und FSV Mainz 05 hat die Polizei eine Null-Toleranz-Strategie gegen Unruhestifter angekündigt. «Krawallmacher müssen mit harten Geld- oder sogar Haftstrafen rechnen», warnte Bernhard Christian Erfort vom Polizeipräsidium der pfälzischen Stadt vor dem DFB-Pokalspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr). Die Sicherheitskräfte rechneten einem insgesamt friedlichen Derby. «Wir sind aber auch vorbereitet», sagte er.

Die örtlichen Kräfte würden mit Kollegen der Bereitschaftspolizei aus Hessen und auch der Bundespolizei verstärkt. Konkrete Zahlen nannte Erfort nicht - wie üblich in solchen Fällen. Die Polizei sei mit mindestens einem Hubschrauber sowie Hunden und eventuell auch Drohnen im Einsatz, sagte er. «Die Krawallmacher sind meist auf beiden Seiten Einzeltäter. Wenn wir sie erkennen, ziehen wir sie raus.» Für juristische Sofortmaßnahmen befinde sich ein Staatsanwalt vor Ort.

Den Angaben zufolge reisen rund 6000 Anhänger des FSV Mainz 05 nach Kaiserslautern. Konkrete Hinweise auf Krawall gebe es nicht. Die Rivalen treffen erstmals seit fast 14 Jahren im DFB-Pokal wieder aufeinander. Im Dezember 2005 gewann Mainz auf dem Betzenberg 4:3.

Auch die Mainzer Polizei bereite sich auf das «besondere Spiel» vor, teilten die Behörden in der Landeshauptstadt mit. So seien die Sicherheitskräfte zum Beispiel am Samstag in der Mainzer Innenstadt präsent. Dann wollen die Fans gegen 10.30 Uhr gemeinsam vom Theater zum Hauptbahnhof gehen. «Die Polizei begrüßt es, dass bereits im Vorfeld aus dieser Gruppierung heraus einige Verhaltenshinweise an die Mitreisenden kommuniziert wurden und wünscht allen ein spannendes und konfliktfreies Derby», teilten die Behörden in Mainz mit.

Für die Polizei in Kaiserslautern steht drei Wochen danach bereits das nächste Hochrisikospiel an: Am 1. September ist der SV Waldhof Mannheim zur Drittliga-Partie zu Gast. «Wir werden die Fanströme schon bei der Ankunft strikt trennen und hoffen, dass die Vereine positiv auf ihre Anhänger einwirken», sagte Michael Hummel vom Polizeipräsidium Westpfalz. Die Behörden verfügten über szenekundige Beamte, die sich austauschen würden und auch die Internetforen im Auge hätten. «Wir rechnen damit, dass es ein friedliches Spiel wird», sagte Hummel. Gleichwohl werde die Polizei mit Kräften vor Ort sein.

Als nicht hilfreich bezeichnete Hummel, dass unlängst auf einem Verkehrskreisel in Kaiserslautern zwei Fußballer-Figuren die Köpfe abgeschlagen wurden. Zudem wurden die Figuren des sogenannten Elf-Freunde-Kreisels mit blauer Farbe besprüht. Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit dem Gastspiel von Mannheim nicht aus. «Das kann die Stimmung zusätzlich anheizen», sagte Hummel. Ermittelt werde gegen acht Verdächtige, bei denen Farbspraydosen gefunden worden seien. Der SV Waldhof Mannheim distanzierte sich von den möglichen Tätern und kündigte an, gegebenenfalls Stadionverbote auszusprechen.

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