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Prozessauftakt: Mann soll Frau bei Streit erwürgt haben

04.02.2020 - Fulda (dpa) - Wegen Totschlags an seiner Ehefrau muss sich seit Dienstag ein Mann aus dem saarländischen Lebach vor dem Landgericht Fulda verantworten. Der gebürtige Iraker (27) soll seine gleichaltrige Ehefrau, die ebenfalls aus dem Irak stammte, am 9. August 2019 in einer Wohnung in Bad Salzschlirf (Kreis Fulda) so lange gewürgt haben, bis sie ins Koma fiel. Zwei Tage später starb sie in einem Krankenhaus in Fulda.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Prozess findet unter strengen Sicherheitsauflagen mit einer zusätzlichen Personenschleuse und mehr Polizeibeamten als üblich statt. Nach Auskunft des Staatsanwalts bedrohten sich die Familien gegenseitig.

Der Angeklagte will sich bislang vor Gericht nicht zur Tat äußern. Das Paar hatte zwei Kinder im Alter von fünf und acht Jahren und lebte seit 2016 in Deutschland. Die Ehefrau hatte sich kurz vor der Tat von ihrem Mann getrennt und hielt sich bei Freunden in Bad Salzschlirf auf. Laut Staatsanwalt hatte der Angeklagte dort vergeblich versucht, seine Frau zu überreden, zu ihm zurückzukehren. Als ihm das nicht gelang, soll er sie angegriffen haben.

Das Paar habe sich ins Schlafzimmer zurückgezogen. Als der Mann allein aus dem Zimmer kam und behauptet habe, seine Frau sei müde und wolle schlafen, seien Freunde misstrauisch geworden und hätten nachgeschaut. Dabei entdeckten sie die bewusstlos gewordene Frau. Der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft. Das Gericht hat 14 Verhandlungstermine bis Mitte Mai angesetzt und fast 40 Zeugen geladen.

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