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Untersuchung nach Tod von Mias Mörder geht weiter

17.10.2019 - Frankenthal/Mainz (dpa/lrs) - Nach dem Tod des verurteilten Mörders der 15-jährigen Mia in der Jugendstrafanstalt Schifferstadt läuft das Todesermittlungsverfahren auch nach der erfolgten Obduktion weiter. «Unsere Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Wir haben weiterhin keine konkreten Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden», sagte Hubert Ströber, Leitender Oberstaatsanwalt in Frankenthal (Pfalz), am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

  • Ein Justiz-Fahrzeug biegt in eine Einfahrt des Landgerichts ab. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Justiz-Fahrzeug biegt in eine Einfahrt des Landgerichts ab. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unter anderem werde ein toxikologisches Gutachten erstellt. Damit können fremde Substanzen im Körper festgestellt werden, etwa Alkohol oder Drogen. Der aus Afghanistan stammende Abdul D. war am vergangenen Donnerstag leblos in seiner Einzelzelle gefunden worden. Eine Obduktion der Leiche bestätigte, dass er sich erhängt hat.

Ob der Leichnam nach Afghanistan übergeführt werde, wisse er nicht, sagte Ströber. Die Staatsanwaltschaft gebe lediglich nach Abschluss aller Untersuchungen die Leiche frei. Es soll sich ein Onkel von D. wegen einer möglichen Beisetzung in Deutschland gemeldet haben.

Dem Oberstaatsanwalt zufolge wurde kein Abschiedsbrief gefunden. Nach dpa-Informationen soll in der Zelle ein nicht abgeschicktes Schreiben an das Amtsgericht Speyer gelegen haben. Darin soll D. appellieren, dass er in ein Erwachsenengefängnis verlegt wird. Der Zeitung «Mannheimer Morgen» zufolge war der junge Mann dazu angehört worden, der Antrag wurde demnach aber abgelehnt.

Mit dem Fall beschäftigt sich der Rechtsausschuss des Landtags in Mainz am (heutigen) Donnerstag. Abdul D. war im August 2018 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er tötete Mia Ende 2017 in einem Drogeriemarkt im pfälzischen Kandel wohl aus Eifersucht.

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