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Regelbetrieb an Kitas in Rheinland-Pfalz bisher gelungen

31.08.2020 - Kinder sind froh, dass sie wieder in ihren Kita-Gruppen sind. Der Regelbetrieb wird aus Sicht der Elternvertretung in der großen Mehrheit der Einrichtungen ordentlich umgesetzt.

  • Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Start des Regelbetriebs an den Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz zum 1. August ist aus Sicht von Eltern und Trägern gelungen. «Das war der richtige Schritt und ingesamt funktioniert es», sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses der Kitas, Andreas Winheller. «Das bedeutet nicht, dass es keine Einschränkungen gibt, dass es keine Probleme gibt und dass es in jeder Kita toll funktioniert.» Von den rund 2600 Kitas im Land sind nach Angaben des Bildungsministeriums zurzeit drei Einrichtungen aufgrund von Corona-Infektionen geschlossen.

Nach der Schließung aller Kindertagesstätten Mitte März, vor dem Höhepunkt der Corona-Pandemie, haben das Bildungsministerium, kommunale Träger, der Elternausschuss und die Vertretungen von Erzieherinnen und Erziehern am 20. Mai gemeinsame Leitlinien für eine allmähliche Öffnung der Einrichtungen vorgelegt. Diese wurden am 10. Juli überarbeitet und bilden nun die Grundlage für die Kita-Arbeit im Regelbetrieb. Die Leitlinien seien durchaus erfolgreich und hätten sich als praxistauglich erwiesen, sagte Winheller im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

«In der großen Mehrzahl der Kitas haben wir eine ganz ordentliche Umsetzung der Leitlinien», sagte Winheller. Aber die Corona-Krise habe bestehende Probleme auch verstärkt: «Wo wir vor Corona Personalprobleme hatten und Stellen unbesetzt sind, ist die Situation unter den Corona-Bedingungen noch deutlich schärfer geworden.» Strukturelle Probleme vor Ort könne auch das engagierteste Kita-Team nicht auffangen, sagte Winheller. Und Eltern stünden vor besonderen Herausforderungen, wenn sie hinsichtlich der Kinderbetreuung unter dem Druck von Arbeitgebern stünden, in beengten Wohnverhältnissen lebten oder in der Corona-Situation in Existenzängste gerieten.

Notwendige Einschränkungen müssten von Kita-Leitungen und Trägern auch so kommuniziert werden, dass dies für Eltern nachvollziehbar und akzeptabel sei, sagte der Elternvertreter. «In der Corona-Situation zeigt sich, wie wichtig eine gute Kooperation von Eltern, Kita-Leitung und Träger ist.»

Bislang gebe es keine negativen Rückmeldungen zum Start des Kita-Regelbetriebs, sagte der Geschäftsführende Direktor des Landkreistags Rheinland-Pfalz, Burkhard Müller. Aufgrund von Reiserückkehrern sei es zwar vereinzelt zu Corona-Fällen in Kitas gekommen. Weitere Infektionen in den Einrichtungen seien aber ausgeblieben. «Daher sind wir heute guten Mutes und meinen, dass wir die Kindergartenöffnung weiter durchaus vertreten können, solange Kinder, Erzieherinnen und Eltern damit zufrieden sind, dass sie nicht immer das hundertprozentige Programm bekommen und dass nicht unnötigerweise Gruppen gemischt werden.»

Beim Gemeinde- und Städtebund sagte das geschäftsführende Vorstandsmitglied Karl-Heinz Frieden: «Bisher ist ein annähernder Normalbetrieb gelungen, auch wenn coronabedingt viele besondere Hygienevorschriften eingehalten werden müssen.» Gleichwohl sei das Gefährdungspotential hoch und mit der nahenden kalten Jahreszeit gebe es zusätzliche Risiken. Daher müsse alles getan werden, um Kitas und Schulen noch besser auszustatten. «Dazu gehören Optimierung der Belüftungssysteme und wo nötig und möglich gegebenenfalls notwendige Um- und Erweiterungsbauten.» Ein zweiter Schul- oder Kita-Lockdown wäre «nicht nur für die Eltern und Kinder, sondern auch für die Wirtschaft verheerend».

In der Landeshauptstadt Mainz sagte eine Sprecherin, in allen Kitas laufe der Betrieb ruhig und gut. «Alle Kinder können die Kita wieder ohne Einschränkungen besuchen.» Corona-Fälle habe es bislang nicht gegeben.

«Als es keine Kita gab, haben Kinder psychisch gelitten, weil sie nur zu Hause saßen und keine Sozialkontakte hatten», sagte der Vorsitzende des Kinderschutzbunds Rheinland-Pfalz, Christian Zainhofer, der Deutschen Presse-Agentur. Auch gehe es ja nicht nur um Betreuung, sondern auch um die kindliche Bildung. «Von daher sollte man diesen Weg definitiv weitergehen, solange dies vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens verantwortbar bleibt.»

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