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Regierung und BASF über Hochstraße: Teilabriss rückt näher

03.03.2020 - Politik und Wirtschaft wollen bei mehr Mobilität im Land an einem Strang ziehen. Das soll auch für den geplanten Ersatzneubau der wichtigen Hochstraße Süd gelten. Die Stadt Ludwigshafen sieht sich hier «unter dem Strich im Plan».

  • Die Hochstraße, ein Bagger und Baumstämme. Foto: Uwe Anspach/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Hochstraße, ein Bagger und Baumstämme. Foto: Uwe Anspach/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zur Lösung der Verkehrsprobleme durch die gesperrte Hochstraße Süd in Ludwigshafen hat der Chemiekonzern BASF eine enge Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft angemahnt. «Eine leistungsfähige Logistik ist entscheidend für Ludwigshafen und den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. BASF investiert massiv in neue zukunftsfähige Strukturen», sagte BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz am Dienstag in Ludwigshafen bei einem Treffen mit der rheinland-pfälzischen Landesregierung.

Es sei wichtig, dass auch die Politik die angestoßenen Initiativen konsequent vorantreibe, sagte Heinz. Als Beispiel nannte er die mögliche stellenweise Vertiefung des Rheins zur besseren Nutzung für den Güterverkehr bei Niedrigwasser.

«Moderne Infrastruktur ist kein Luxus, sie ist eine Notwendigkeit», sagte Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) bei dem Treffen in Ludwigshafen. Die Landesregierung stehe in engem Austausch mit Bund und Kommunen, um die wichtigen und notwendigen Verkehrsprojekte in der Region voranzubringen. Die unlängst beschlossenen Gesetze zur Planungsbeschleunigung seien wichtige Bausteine, damit der Ersatzneubau der Hochstraße Süd zügiger umgesetzt werden könne.

«Dies ist ein wichtiger und pragmatischer Schritt, um die Mobilität von Bürgern, die Logistik der Unternehmen und das Funktionieren städtischen Lebens zu erhalten. Wir müssen als Staat handlungsfähig sein», sagte Wissing einer Mitteilung zufolge.

Die Stadt Ludwigshafen hofft unterdessen weiter auf einen Teilabriss der maroden Hochstraße Süd bis Ende Juni. Das bekräftigte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) am Dienstag bei einer Informationsveranstaltung. «Wir sind dabei, den überarbeiteten Zeitplan zu verifizieren.»

Der Ludwigshafener Tiefbauamtsleiter Björn Berlenbach kündigte für die nächsten Tage die Montage erster Holzstützen unter der Hochstraße Süd an. Derzeit würden täglich 10 bis 14 Lastwagen mit Material in Ludwigshafen ankommen. «Unter dem Strich sind wir im Plan», sagte Berlenbach. Er sprach im Zusammenhang mit der Baustelle von «großen, beeindruckenden Zahlen». Unter anderem sollen 900 Tonnen Stahl und 600 Tonnen Beton verbaut werden.

Die Stützkonstruktionen sollen dafür sorgen, dass der abbruchreife Teil der Hochstraße Süd nicht während der Demontage unkontrolliert zusammenbricht. Dafür werden der Stadt zufolge auch rund 2500 Baumstämme benötigt. Der Teilabriss war nötig geworden, weil die Trasse Statikern zufolge einzustürzen droht. Der auf pilzförmigen Pfeilern ruhende Abschnitt war im August 2019 wegen Rissen in der Konstruktion gesperrt worden.

Die Süd-Trasse gilt mit der ebenfalls maroden Hochstraße Nord als zentrale Verkehrsachse der Region. Die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz hofft auf einen Neubau der Verkehrsverbindung bis etwa 2025.

Oberbürgermeisterin Steinruck betonte, die Bruchstücke der Hochstraße seien ein Wertstoff, der für eine weitere Verwendung etwa im Straßenbau wieder in den Kreislauf einfließen sollte. Es gebe auch Überlegungen, Teile als Erinnerung an den Monumentalbau irgendwo aufzustellen. Augenzwinkernd fügte sie hinzu: «Vielleicht wird es mal für meinen Grabstein benutzt.»

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