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Reisende von Generalstreik in Frankreich betroffen

05.12.2019 - Auch Reisende in Rheinland-Pfalz und dem Saarland bekommen den Generalstreik in Frankreich zu spüren. Zugverbindungen nach Paris enden in Saarbrücken. Ein Chaos bleibt aber aus.

  • Rote Lichter und leere Gleise sind am Bahnhof Perrache in Lyon zu sehen. Foto: Laurent Cipriani/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rote Lichter und leere Gleise sind am Bahnhof Perrache in Lyon zu sehen. Foto: Laurent Cipriani/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz/Saarbrücken (dpa/lrs) - Der Generalstreik in Frankreich hat auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland Auswirkungen auf Reisende. Am Donnerstag fielen nach Angaben der Deutschen Bahn die Zugfahrten von und ins Nachbarland aus. In den beiden Bundesländern betroffen seien die sechs ICE-Verbindungen von Frankfurt über Mannheim und Saarbrücken nach Paris. Züge würden auf deutschem Boden enden und wieder umkehren.

Ein Chaos am Bahnhof in Saarbrücken sei am Donnerstag aber ausgeblieben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. «Der Bahnverkehr funktionierte hier reibungslos.» Wer aus dem Zug in der saarländischen Landeshauptstadt aussteige und weiter nach Frankreich wolle, müsse sich eben ins Auto oder einen Fernbus setzen.

Wie es in den kommenden Tagen weitergeht, ist nach Angaben der Deutschen Bahn noch unklar. Ebenfalls vom Streik betroffen seien bundesweit die ICE-Verbindungen von München über Stuttgart und Straßburg nach Paris sowie die TGV-Verbindung von Frankfurt über Mannheim und Straßburg nach Marseille. Prinzipiell gebe es an Streiktagen im Fernverkehr keine Zugfahrten von und nach Frankreich.

«Es ist damit zu rechnen, dass der Streik ausgeweitet wird und mehrere Tage andauert», teilte die Bahn mit. Sie rief Reisende dazu auf, sich im Internet zu informieren und bot eine kostenlose Umbuchung an. Es wird einer der größten Streiks der vergangenen Jahre erwartet, der Frankreich komplett lahmlegen könnte. Grund ist eine geplante Rentenreform.

Die Lage am Frankfurter Hauptbahnhof blieb indes trotz der Ausfälle nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei ebenfalls entspannt. «Es war bei uns nicht mehr los als sonst.» Reisende kämen ja immerhin bis zur Grenze mit den Zügen, erst dort werde es schwierig.

Auch die Lufthansa rief Frankreich-Reisende auf, sich im Internet zu informieren. Für diesen Donnerstag wurden nach Angaben eines Sprechers neun Flüge gestrichen - unter anderem nach Paris, Lyon und Marseille. Betroffene Passagiere würden benachrichtigt. «Es mussten nicht alle Flüge gestrichen werden, Umbuchungen waren teilweise möglich», sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft.

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