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Rheinbrücke bei Mainz wieder frei - Lernerfahrung für Städte

05.02.2020 - Knapp vier Wochen lang war die Theodor-Heuss-Brücke für private Pkw gesperrt. Nun wurde die Straße wieder freigegeben. Mainz und Wiesbaden verbuchen die Zeit als wichtige Erfahrung für die weitere Verkehrsplanung.

  • Der Berufsverkehr fließt über die Theodor-Heuss-Brücke. Foto: Andreas Arnold/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Berufsverkehr fließt über die Theodor-Heuss-Brücke. Foto: Andreas Arnold/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz/Wiesbaden (dpa) - Die Autos rollen wieder über die Theodor-Heuss-Brücke: Nach knapp vierwöchiger Sperre wurde die zentrale Straßenverbindung über den Rhein am Mittwoch wieder für den gesamten Verkehr freigegeben. Die Verkehrsdezernenten Katrin Eder aus Mainz und Andreas Kowol aus Wiesbaden (beide Grüne) entfernten auf der hessischen Seite gemeinsam die letzte Barke der Absperrung - vier Tage früher als zunächst angekündigt.

Der Wiesbadener Verkehrsdezernent Kowol zeigte sich anschließend zufrieden, dass bei den Sanierungsarbeiten keine weiteren Schäden zutage getreten seien. «Das ist ein guter Tag für die beiden Städte», sagte Eder. Beide Verkehrsdezernenten sprachen von einer wertvollen Lernerfahrung. Zahlreiche Menschen hätten festgestellt, dass man auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß gut zum Bahnhof nach Kastel kommen könne und «dass die Alternativen eben auch gute Verkehrsmittel sind». Auch für das eigens angebotene «Brückenticket» der Stadtbusse habe es durchaus eine gewisse Nachfrage gegeben. «Wir konnten sehen, wie sich Verkehre verlagern», sagte Kobol. «Das ist natürlich wichtig für die weitere Verkehrsplanung in beiden Städten.»

Während Autofahrer in den vergangenen Wochen über Verzögerungen auf den Ausweichrouten über die Autobahnbrücken bei Mainz-Weisenau und Wiesbaden-Schierstein klagten, wiesen Umweltaktivisten auf die positiven Folgen wie weniger Lärm und Abgase hin. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) verteilte auf der Brücke Äpfel und Kreppel an radelnde Pendler. Als erstes Auto nach der Aufhebung der Sperrung fuhr am Mittwoch ein Wiesbadener Lieferwagen auf die linke Rheinseite, gefolgt von einem Mainzer Pkw.

Die Theodor-Heuss-Brücke war seit dem 12. Januar wegen Sanierungsarbeiten für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Bei einer routinemäßigen Überprüfung der Brücke im vergangenen Jahr waren Schäden in den Pfeilerachsen festgestellt worden. Deshalb mussten die sogenannten Traversenlager ausgetauscht werden.

Die 475 Meter lange Brücke ist eine der wichtigen Verkehrsachsen im Rhein-Main-Gebiet. An Wochentagen rollen nach Angaben der Stadt Mainz mehr als 44 000 Fahrzeuge über die vierspurige Brücke, die auch von Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt wird. Das 1885 errichtete Bauwerk wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen auf dem Rückzug gesprengt, 1950 neu errichtet und nach dem ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss benannt.

Die Theodor-Heuss-Brücke ist auch Teil einer Zone, in der die Stadt Mainz ein Diesel-Fahrverbot verhängt hat: Ab 1. Juli dürfen sowohl Diesel-Fahrzeuge bis Klasse 5 als auch ältere Autos mit Benzin-Antrieb (Euronorm 1 und 2) die Brücke nicht mehr passieren. Nach internen Planungen werde erwartet, dass dadurch etwa 13 000 Fahrzeuge weniger am Tag die Theodor-Heuss-Brücke passieren, sagte Eder.

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