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Corona-Test nach Reise: Infektionsdynamik höher als im Bund

05.08.2020 - Urlaubsrückkehrer haben in einigen Fällen das Coronavirus mitgebracht. Auch deswegen gibt es wieder mehr Infektionen in Rheinland-Pfalz. Jetzt können sich Rückkehrer gleich in der Grenzregion testen lassen.

  • Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit zusätzlichen Teststationen für Rückkehrer aus einem Auslandsurlaub will Rheinland-Pfalz die zuletzt gestiegene Zahl der Corona-Infektionen eindämmen. «Wir haben höhere Infektionszahlen in ganz Deutschland, auch in Rheinland-Pfalz, und ein kleiner Teil davon ist auf Menschen zurückzuführen, die aus dem Urlaub kommen», sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz. Daher sei das Angebot zusätzlich zu den bestehenden Test-Ambulanzen eingerichtet worden.

In Bitburg nahe der belgischen Grenze an der Autobahn 60 konnten sich Reiserückkehrer bereits am Mittwoch testen lassen. An den drei anderen Stationen soll es am Donnerstagmorgen losgehen. Eine Station wird am Flughafen Hahn eingerichtet, eine am Parkplatz Markusberg an der Autobahn 64 von Luxemburg nach Trier und eine in Landau in direkter Nähe zur Autobahn 65 für Urlauber, die aus Frankreich nach Deutschland zurückkehren. Die Tests sind kostenlos und werden nur für Menschen angeboten, die von einer Auslandsreise zurückkommen, wie Gesundheitsstaatssekretär Alexander Wilhelm (SPD) betonte.

Für Heimkehrer aus Risikogebieten ist der Test Pflicht, sie müssen sich bis zum Ergebnis in Quarantäne begeben. Von den Nachbarländern hat das Robert-Koch-Institut bisher nur Luxemburg als Risikogebiet eingestuft. Die bisherigen Ausnahmen im sogenannten kleinen Grenzverkehr zu Luxemburg bleiben aber bestehen: Wer sich kürzer als 72 Stunden in dem Großherzogtum aufgehalten hat, muss sich weder testen lassen noch in Quarantäne, wie Dreyer sagte. Damit sind insbesondere Pendler ausgenommen.

Menschen, die in Nicht-Risikoländern Urlaub gemacht haben, können sich an den vier Stationen freiwillig testen lassen. Wilhelm appellierte an die anderen Rheinland-Pfälzer, sich an den Stationen «nicht einfach mal testen zu lassen». Die neuen Einrichtungen seien lediglich eine Ergänzung zu den bestehenden Angeboten und sollten insbesondere die niedergelassenen Ärzte in der Urlaubswelle entlasten, die in etwa vier Wochen zu Ende gehe. Im Zweifel müsse etwa mit Boardingpässen oder Hotelquittungen eine Auslandsreise belegt werden.

Die Teststationen haben von 8 bis 22 Uhr geöffnet, am Flughafen können die Zeiten entsprechend dem Flugplan abweichen. Bis zu 1000 Tests pro Tag seien an den vier Stationen möglich, sagte Wilhelm. Mit Kapazitätsengpässen sei nicht zu rechnen. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Neben den vier Teststationen des Landes würden auch andere aufgebaut, etwa in Bad Kreuznach, sagte Wilhelm. Zudem könne sich jeder auch an die Ärzteschaft wenden. Zwar gebe es keinen Anspruch darauf, dass der Hausarzt den Test durchführe. Dieser zeige aber den Weg auf, etwa zur Corona-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung.

Die Infektionsdynamik in Rheinland-Pfalz ist zurzeit etwas höher als in ganz Deutschland: Nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ergibt sich zurzeit eine Reproduktionszahl von 1,21 für das Bundesland, verglichen mit 0,99 im Bund. Ein R-Wert von 1 bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz stieg bis Mittwoch um 26 auf 7627. Die Gesundheitsämter registrierten unverändert 239 Todesfälle von infizierten Menschen. Aktuell sind 325 Menschen im Bundesland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Stärker gestiegen sind zuletzt die Infektionen in der Westpfalz und im Eifel-Mosel-Raum. In der Liste der sogenannten Inzidenz liegt der Kreis Kusel mit 18 Fällen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an der Spitze, gefolgt vom Kreis Bitburg-Prüm. In 9 der insgesamt 36 Kreise und kreisfreien Städte ist in der zurückliegenden Woche keine einzige Infektion bekannt geworden.

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