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Rheinland-Pfalz stockt Pflegebonus um bis zu 500 Euro auf

19.05.2020 - Für ihre wichtige Arbeit erhalten Beschäftigte in der Pflege künftig etwas mehr Geld. Das Statistische Landesamt kommt indes beim Vergleich der Sterbefallzahlen zu einer interessanten Auswertung.

  • Eine Seniorin schiebt einen Rollator über den Flur. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Seniorin schiebt einen Rollator über den Flur. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rheinland-Pfalz hat sich für eine Corona-Prämie für Beschäftigte in der Altenpflege entschieden, wie einige andere Bundesländer auch. Die Landesregierung versteht dies als «ein Zeichen der besonderen gesellschaftlichen Wertschätzung». In der Diskussion über Absagen in der närrischen Saison spricht sich der Mainzer Carneval-Verein (MCV) unterdessen für ein abgestimmtes Vorgehen aus. Die Themen des Tages im Bundesland im Überblick:

PFLEGEBONUS - Rheinland-Pfalz stockt den 1000-Euro-Pflegebonus des Bunds um bis zu 500 Euro auf. Das hat das Kabinett beschlossen, wie die Staatskanzlei berichtete. In Rheinland-Pfalz arbeiten rund 55 000 Menschen in Einrichtungen der Altenhilfe. Die Kosten für die Corona-Prämie im Rahmen eines Nachtragshaushaltes bezifferte die Landesregierung auf 18 bis 22 Millionen Euro. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) sagte: «Rheinland-Pfalz nutzt die im Bundesgesetz vorgesehene Möglichkeit, den einmaligen Bonus für die Pflegekräfte aufzustocken.» Sie bedaure jedoch, «dass dies ohne die Beteiligung der Arbeitgeber in der Pflege passiert».

KARNEVAL - Bei der Planung der nächsten närrischen Kampagne hat sich der Mainzer Carneval-Verein (MCV) für ein abgestimmtes Vorgehen ausgesprochen. «Wünschenswert wäre es, wenn wir zu gegebener Zeit ein einheitliches Vorgehen der Karnevalshochburgen bekannt geben können», sagte MCV-Präsident Reinhard Urban am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der MCV werde deswegen engen Kontakt halten «mit unseren Kollegen in den anderen Fastnachtshochburgen am Rhein wie Köln und Düsseldorf». Für eine Entscheidung, in welcher Form die Saal- und Sitzungsfastnacht in der kommenden Kampagne angesichts der Corona-Pandemie stattfinden werde, sei es aber noch viel zu früh.

STATISTIK - Der Tod von mehr als 200 mit dem Corona-Virus infizierten Menschen in Rheinland-Pfalz zeigt in der Bevölkerungsstatistik bislang keinen besonderen Ausschlag. Eine Auswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen dieses Jahres habe «bisher nur geringe Hinweise auf eine Übersterblichkeit im Zuge der Corona-Pandemie» ergeben, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag in Bad Ems mit. Zwischen der 12. und der 16. Kalenderwoche, von Mitte März bis Mitte April, starben in Rheinland-Pfalz insgesamt 4732 Menschen. Das waren nach vorläufigen Zahlen der amtlichen Sterbefallstatistik nur drei mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

NEUE ZAHLEN - Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist von Montag auf Dienstag um 16 oder 0,2 Prozent auf 6517 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte, starben seit Beginn der Pandemie Ende Februar 222 Menschen (Stand 10.00 Uhr), drei mehr als am Montag. Die meisten Todesfälle gab es mit 25 in der Stadt Mainz, gefolgt vom benachbarten Kreis Mainz-Bingen (24) und dem Westerwaldkreis (21). Auch die meisten Infektionen wurden in der Landeshauptstadt Mainz (unverändert 576) gezählt. Danach folgen der Kreis Mainz-Bingen (unverändert 419), der Westerwaldkreis (353) und der Kreis Mayen-Koblenz (unverändert 340).

BRAUEREI - Die Brauer in Rheinland-Pfalz und Hessen stehen wegen der Corona-Krise unter Druck und gehen von drastischen Umsatzeinbrüchen aus. Auch wenn die Gastronomie in beiden Ländern nach Wochen des Stillstands langsam unter strengen Ausnahmebedingungen wieder anläuft, sehen Brauer noch lange kein zurück zur Normalität. «Jetzt hat es die Delle gegeben und ich weiß nicht, wo ich Licht am Ende des Tunnels sehen soll», sagte der Vorsitzende des Brauerbundes Hessen/Rheinland-Pfalz, Wolfgang Köhler. Deutschlandweit schätzt er derzeit die Umsatzeinbußen durchschnittlich auf rund 20 Prozent, in der Spitze könnten es bei Unternehmen aber auch bis zu 60 Prozent werden. Vor allem beim Fassbier gebe es Einbrüche.

APPELL - In einem gemeinsamen Appell haben Oberbürgermeister, Landräte und Polizeipräsidenten aus der Pfalz die Bevölkerung um Geduld beim Kampf gegen das neue Coronavirus gebeten. «Bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind wichtige Etappenziele erreicht worden - und immer mehr Öffnungen und Lockerungen möglich», heißt es unter anderem in dem Schreiben. «Nehmen Sie darum bitte auch weiterhin Rücksicht, damit wir diesen ersten Erfolg nicht gefährden. Vermeiden Sie große Ansammlungen und verzichten Sie auch im Privaten auf Treffen in großer Runde.» Unterzeichner des Appells sind etwa die Kreise Bad Dürkheim und Kaiserslautern sowie die Städte Ludwigshafen und Zweibrücken und die Polizeipräsidien Rheinpfalz und Westpfalz.

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