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Rheinland-Pfalz und Saarland: Warmer Winter mit viel Regen

28.02.2020 - Der Winter in Rheinland-Pfalz und dem Saarland war warm und nass. Kurz vor Frühlingsbeginn fiel aber doch noch Schnee im Flachland, es kam zu einigen Unfällen. In den nächsten Tagen wird es mild.

  • Spaziergänger sind am Rheinufer von Bingen (Rheinland-Pfalz) unterwegs. Foto: picture alliance / Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Spaziergänger sind am Rheinufer von Bingen (Rheinland-Pfalz) unterwegs. Foto: picture alliance / Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Offenbach (dpa/lrs) - Für die Menschen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland war der zu Ende gehende Winter warm und reich an Regen. In beiden Bundesländern kletterte die Temperatur zwischen November und Ende Februar deutlich über die vieljährigen Mittelwerte, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag mitteilte. In Rheinland-Pfalz war es demnach 4,3 Grad warm im Schnitt - der Mittelwert liege bei 0,9 Grad. Im Saarland erreichte die Temperatur 4,4 Grad und lag damit klar über dem Durchschnitt von 1,2 Grad. Zudem schien den Angaben nach in beiden Ländern oft die Sonne.

Statt Schnee habe es meist Regen gegeben. Das Saarland war laut den Meteorologen sogar das mit Abstand nasseste Bundesland. Im Schnitt fielen dort demnach rund 430 Liter Niederschlag pro Quadratmeter im Winter 2019/20. Dieser Wert übertreffe den vieljährigen Durchschnittswert des offiziellen Vergleichszeitraums um 68 Prozent. In Rheinland-Pfalz seien fast 280 Liter Niederschlag pro Quadratmeter herabgekommen. Der vieljährige Durchschnittswert des offiziellen Vergleichszeitraums von 1961 bis 1990 liege indes bei 200 Litern.

Am Donnerstagabend wurde es aber in den Ländern kurz vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn doch noch winterlich. Es fiel Schnee, in Idar-Oberstein lag er laut DWD 17 Zentimeter hoch. Wegen Glatteis kam es häufig zu Verkehrsunfällen. Die Polizei in Bitburg meldete 21 Unfälle, alle seien aber glimpflich verlaufen. Der Schnee habe die Autofahrer überrascht. In Mayen berichteten die Beamten von 16 Unfällen, und auch die Polizei in Wadern sagte, der Schnee habe sie «in Atem gehalten» - 24 Mal habe es gekracht. In Mainz kollidierten am Freitagmorgen laut Feuerwehr drei Autos wegen des Glatteises - zwei Frauen kamen ins Krankenhaus. Auf der L 386 bei Rockenhausen kam laut Polizei ein 26-Jähriger von der Straße ab und stieß mit einem Auto zusammen - vier Menschen wurden leicht verletzt.

Mit erneutem Schnee und Glatteis ist laut Vorhersage des DWD in den kommenden Tagen jedoch nicht zu rechnen. Am Samstag, dem letzten Tag des meteorologischen Winters, werde es mild und es seien Schauer möglich. Im Laufe des Tages soll sich die Wolkendecke zuziehen. Nachmittags ziehe dann von West nach Ost schauerartiger Regen über die Länder, an manchen Orten seien Gewitter möglich. Die Höchsttemperatur rangiere zwischen 10 und 14 Grad, im höheren Bergland sei es etwas kühler. Starke bis stürmische Böen seien möglich.

Am Sonntag lassen die Schauer laut Vorhersage etwas nach, meistens bleibe es trocken, aber bewölkt. Abends regne es im Westen. Es werde maximal 8 bis 12 Grad warm. Tags darauf zu Wochenbeginn soll es wieder ab und an Schauer geben, im höheren Bergland könne es schneien. Die Höchsttemperaturen bewegten sich zwischen 8 und 11, in den Bergen zwischen 5 bis 8 Grad.

In Deutschland war der Winter laut DWD der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Ein großer Teil Europas hat sich demnach zwischen November und Ende Februar dauerhaft in einer kräftigen, extrem milden Südwestströmung befunden. «Sie sorgte in Deutschland vielerorts für einen «Totalausfall» des Winters», erklärte der DWD in Offenbach. Auch Niederschlag und Sonnenscheindauer lagen den Angaben zufolge in Deutschland deutlich über dem vieljährigen Mittel. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin war der Winter der wärmste seit Messbeginn. Die DWD-Bilanz basiert auf einer ersten Auswertung von Ergebnissen der deutschlandweit rund 2000 Messstationen.

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