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Rosenmontag in Mainz bringt Hunderttausende auf die Beine

24.02.2020 - Die rheinische Karnevalshochburg fiebert dem Höhepunkt der Fastnacht entgegen. Damit alles friedlich bleibt, arbeiten Veranstalter, Stadt und Polizei eng zusammen. Und die «Zugplakettche» sind schon fast ausverkauft.

  • Ein Clown feiert mit dem Publikum unter Regenschirmen bei einem Regenschauer auf dem Rosenmontagszug. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Clown feiert mit dem Publikum unter Regenschirmen bei einem Regenschauer auf dem Rosenmontagszug. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Früh aufstehen heißt es für rund 9500 aktive Teilnehmer des Rosenmontagzugs in Mainz: Vereine, Garden und Musikzüge bereiten sich dann zur Aufstellung des närrischen Umzugs in den Straßen der Neustadt vor. Der Zug startet pünktlich um 11.11 Uhr und schlängelt sich dem Gutenbergplatz entgegen, wo Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und andere Ehrengäste auf der Tribüne erwartet werden. Am Dom vorbei und über die Rheinstraße geht es dann zum Schillerplatz mit dem Fastnachtsbrunnen Richtung Hauptbahnhof, wo sich der närrische Lindwurm auf der Alicebrücke auflöst.

Auf der sieben Kilometer langen Zugstrecke sind gut 800 Aktive mehr dabei als vor einem Jahr. Unter den 138 Zugnummern befinden sich Musikgruppen mit 2139 Musikern. Den Anfang macht die Mainzer Ritter-Gilde, den Schluss markiert die Zugente, die jetzt erstmals klimafreundlich mit Elektromotor ausgestattet ist. Dazwischen bringen elf Motivwagen ihre satirischen Kommentare zum Mainzer Geschehen ebenso auf die Straßen wie zur Innen- und Weltpolitik. Auch mit Blick auf den Tierschutz sind nur noch halb so viele Reiter mit dabei wie im vergangenen Jahr - etwa 50 Reitpferde sowie 25 Zugpferde müssen die Strecke zurücklegen.

Finanziert wird der Rosenmontagszug vor allem von Sponsoren und aus dem Verkauf der Zugplaketten. Die letzten der 40 000 «Zugplakettche» würden am Montag verkauft sein, sagte ein Sprecher des Mainzer Carneval-Vereins (MCV). In der Stadt werden eine halbe Million Menschen erwartet - mehr als doppelt so viele, wie Mainz Einwohner hat.

Damit sich Freude und Ausgelassenheit möglichst ungetrübt ausleben können, arbeiten Veranstalter, Stadt und Polizei eng zusammen. «Oberste Leitlinie für die Polizei ist, dass die Friedlichen auch friedlich feiern können und dass es eine positive Wahrnehmung des Rosenmontags über die Stadt hinaus gibt», sagte der Leiter der Polizeidirektion Mainz, Alban Ragg. Um die Sicherheit an den närrischen Tagen kümmern sich in Mainz etwa 1000 Polizisten. Die Einsatzleitung wird dabei erstmals auch auf Bilder von Drohnen zurückgreifen. Am Zugrund setzt der MCV etwa 2000 Helfer ein.

Die müden Teilnehmer ziehen sich nach dem Umzug in die Feldlager ihrer Vereine und Garden zurück. Alle anderen feiern auf den Straßen und in den Kneipen weiter. Hotspots sind die Altstadt und der Schillerplatz mit der sich anschließenden Ludwigstraße.

Das Innenministerium hatte am Freitag angekündigt, nach dem mutmaßlich rassistischen Anschlag im hessischen Hanau die Sicherheit zu verstärken. Zu der Spitzenzahl von 3700 Polizisten, die an den närrischen Tagen im Bundesland unterwegs sind, kämen noch einmal rund 120 Bundespolizisten.

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