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Saarland beruft erste Landesärztin für Demenz

18.06.2019 - Saarbrücken (dpa/lrs) - Das Saarland will sich verstärkt um das Thema Demenz kümmern und es nach Angaben von Gesundheits- und Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) «aus der Tabuzone holen». Rosa Adeline Fehrenbach sei daher als erste «Landesärztin für an Demenz erkrankte Menschen» berufen worden, teilte Bachmann am Dienstag mit. Dies sei «ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen im professionellen Umgang mit Demenz».

  • Eine Betreuerin fasst die Hände einer demenzkranken Frau. Foto: Ina Fassbender/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Betreuerin fasst die Hände einer demenzkranken Frau. Foto: Ina Fassbender/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Fehrenbach ist Chefärztin der Gerontopsychiatrischen Klinik der SHG Kliniken Sonnenberg in Saarbrücken und Landesvorsitzende der Deutschen Alzheimergesellschaft im Saarland. Die Aufgabe ihres neuen Ehrenamtes sieht sie darin, in enger Verbindung zum Ministerium das Netz zwischen Ärztekammer, Pflegegesellschaften und Demenz- Einrichtungen enger zu knüpfen. Auch für die Qualifikation zur einer «Fachkraft Psychiatrie mit Schwerpunkt Gerontopsychiatrie» wolle sie sich einsetzen. «Es ist schon viel entstanden, aber es ist wichtig, dass wir da auch weitermachen», sagte Fehrenbach.

Laut Bachmann ist das Saarland «das erste und einzige» Bundesland, das bereits 2015 einen Demenzplan verabschiedet habe. «Viele Länder und auch die Bundesregierung beobachten das sehr wohlwollend», sagte sie. «Aber ich wäre noch stolzer, wenn sich andere Bundesländer auch aufraffen würden, sich diesem Thema zu stellen.»

Laut Demenzplan, der derzeit neu aufgelegt werde, gibt es im Saarland 22 000 Demenzkranke. Bachmann vermutet, dass die Dunkelziffer «mindestens genauso groß» sei. Für eine weitere Entlastung Betroffener werde nun ein neues Konzept «Nachbarschaftshelfer» auf den Weg gebracht. Dabei könnten engagierte Einzelpersonen mit einem besonderen persönlichen Bezug für Demenzkranke beispielsweise Gartenarbeiten, Putz- und Einkaufsdienste übernehmen. Diese sollen dann über den Entlastungsbetrag bei der Pflegekasse abgerechnet und dem Nachbarschaftshelfer ausgezahlt werden können.

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