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Saarland verschärft Corona-Regeln: Massive Einschränkungen

29.10.2020 - Die Saarländer müssen sich wegen der Corona-Krise erneut auf massive Einschränkungen in ihrem Leben einstellen. Gastronomiebetriebe und Kulturstätten müssen fast im gesamten November geschlossen bleiben. Schulen, Kitas, Geschäfte und Friseurläden dürfen dagegen weiter öffnen.

  • Saarländischer Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Saarländischer Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Saarland schlägt wie die anderen Bundesländer einen harten Kurs ein, um die zuletzt rasante Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Von Montag (2.11.) an müssen Restaurants, Kneipen und Bars bis Ende November schließen. Das Gleiche gilt für Kulturstätten wie Kinos, Theater und Museen, ebenso für Freizeiteinrichtungen, Sportanlagen und Schwimmbäder sowie Fitnessstudios.

Nach Ansicht von Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) war die Situation in der Corona-Pandemie noch zu keinem Zeitpunkt so ernst wie jetzt. Die Zahl der Neuinfektionen erreiche in fast ganz Europa, Deutschland und auch im Saarland und der Großregion täglich neue Rekordstände. «Das ist ein Geschehen, das uns veranlasst, neue einschneidende Maßnahmen zu ergreifen, da das Geschehen sonst entgleist», sagte er am Mittwoch nach den Beratungen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Auch die Kontaktbeschränkungen sollen deutlich verschärft werden. Ab Montag dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch maximal zehn Menschen aus höchstens zwei Haushalten treffen. Bislang waren bis zu zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten erlaubt. Schließen müssen auch Massagepraxen, Kosmetik- und Tattoostudios. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind untersagt.

Offen bleiben sollen hingegen Schulen, Kindergärten, Geschäfte des Groß- und Einzelhandels sowie Friseurläden. Auch Gottesdienste dürfen stattfinden.

Laut Hans gehe man davon aus, dass durch die neuen Maßnahmen die Kontakte um 75 Prozent reduziert werden könnten und dadurch «die Kontrolle dieser Pandemie wiedererlangt werden kann.» Der Ministerpräsident kündigte an, dass die Einhaltung der Bestimmungen streng kontrolliert werde.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Stand Mittwoch 18 Uhr) sind aktuell im Saarland 1880 Personen aktiv infiziert. Von den an dem Virus Erkrankten werden 125 stationär behandelt, 28 von ihnen intensivmedizinisch. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen stieg im Vergleich zum Vortag um 281 auf insgesamt 6276 bestätigte Fälle. Laut Hans verfügt man derzeit über knapp 2000 freie Krankenhausbetten und 350 Intensivplätze.

«Wenn sich das Infektionsgeschehen so fortsetzt, erreichen wir Ende November die Kapazitätsgrenzen der Krankenhäuser», mahnte der Regierungschef. Dann drohe an Weihnachten «der Kollaps unseres Gesundheitssystems mit chaotischen Verhältnissen.»

Dies würde bedeuten, dass Menschen nicht mehr behandelt werden können, dass sie aufgegeben werden müssen und mit höherer Wahrscheinlichkeit sterben. «Das ist ein Szenario, das bevorsteht, wenn man nicht handelt», so Hans. Deshalb brauche man jetzt im November dieses Höchstmaß an Disziplin und Durchhaltevermögen. Hans: «Wir haben die Chance, die Lage zu drehen.»

Am Abend kündigte die Staatskanzlei an, dass Hans aufgrund der aktuellen Corona-Lage eine Regierungserklärung abgeben werde. Zu dem Zweck solle «zeitnah» eine Sondersitzung des Landtags einberufen werden.

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