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Sanierung von Rheingoldhalle dauert länger

18.02.2020 - Nach dem Brand im Mai 2019 verzögert sich die Sanierung der Rheingoldhalle in Mainz. Fastnachtsvereine können den Großen Saal auch 2021 voraussichtlich nicht nutzen. Die Industrie- und Handelskammer fordert eine Task-Force.

  • Feuerwehrleute löschen von Drehleitern aus ein Feuer, das in der Rheingoldhalle ausgebrochen war. Foto: Silas Stein/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Feuerwehrleute löschen von Drehleitern aus ein Feuer, das in der Rheingoldhalle ausgebrochen war. Foto: Silas Stein/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Die Sanierung der Mainzer Rheingoldhalle wird nicht wie bisher angenommen bis zum Start der Fastnachts-Kampagne 2021 fertig sein. Das Parkett und der Estrich im Großen Saal seien durch das Löschwasser nach dem Brand im Mai 2019 so stark beschädigt worden, dass ein kompletter Austausch erforderlich sei, teilte die Rheingoldhallen GmbH & Co. KG am Dienstag mit. Zuvor hatte die «Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.

Das Ausmaß der Schäden habe erst bei Untersuchungen des Parketts in den vergangenen Tagen festgestellt werden können, da zuvor ein Gerüst den Boden verdeckt habe. Nach Angaben der Rheingoldhallen-Gesellschaft ist die Nutzung der Halle durch die Fastnachtsvereine in der Saison 2021 nicht möglich. Ein Sprecher teilte mit, dass die Sanierung der Rheingoldhalle voraussichtlich im Frühjahr 2021 abgeschlossen wird - vorausgesetzt es geschehe nichts Unvorhergesehenes.

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rheinhessen, Günter Jertz, sprach von einer niederschmetternden Nachricht für den Kongress- und Tagungsstandort Mainz. Es liege die Vermutung nahe, dass den Renovierungsarbeiten nach dem Brand nicht die nötige Priorität eingeräumt worden sei. «Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Saals für die Landeshauptstadt hätten wir uns gewünscht, dass mehr Druck aufgebaut worden wäre», teilte Jertz mit. Die IHK Rheinhessen forderte deshalb die Bildung einer Task-Force mit dem Ziel, die Bodenverlegung zu beschleunigen.

Der Brand war am 16. Mai 2019 an einer Mauerfuge ausgebrochen. Funken des Schweißgeräts hatten nach Auffassung des Brandsachverständigen das Fugenmaterial - «aus einer Art Holzwolle» - zum Glimmen gebracht. Die Glut habe sich in den nächsten Tagen langsam durch das Material nach oben gefressen und schließlich das Feuer an der Dachkonstruktion entfacht. Bei den Lösch- und Aufräumarbeiten wurde auch noch Asbest in der Konstruktion entdeckt. Die Mainzer Aufbaugesellschaft hatte den Schaden Ende 2019 auf drei bis fünf Millionen Euro geschätzt.

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