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Schock im Zoo: Tiger Ivo tötet Artgenossin

27.01.2021 - Tödliches Treffen zweier Raubkatzen im Tierpark von Neuwied: Die erst im November eingezogene Tigerdame fällt einem Artgenossen zum Opfer.

  • Tigerweibchen Kimberly liegt in ihrem Gehege im Zoo Neuwied. Foto: Thomas Frey/Zoo Neuwied/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Tigerweibchen Kimberly liegt in ihrem Gehege im Zoo Neuwied. Foto: Thomas Frey/Zoo Neuwied/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wenige Wochen nach ihrer Ankunft im Zoo Neuwied ist die Tigerdame Kimberly von einem Artgenossen tödlich verletzt worden. Wie der Zoo mitteilte, hatte der sibirische Tiger Ivo seine neue Gefährtin bei einem ersten Treffen angegriffen. «Wir sind alle zutiefst geschockt«, teilte Zoodirektor Mirko Thiel am Mittwoch mit. Trotz Absicherung sei es der männlichen Raubkatze gelungen, die im November eingetroffene Tigerin zu töten. Zwar hätten die Bisswunden zunächst nicht lebensbedrohlich gewirkt. Dennoch sei Kimberly zwei Tage später gestorben.

Man habe mit diesem Vorfall nicht gerechnet, hieß es. Zwar habe die weibliche Raubkatze nach ihrer Ankunft aus dem Zoo Magdeburg in den ersten Wochen noch sehr nervös und aggressiv auf die neue Umgebung reagiert. Nach und nach habe sich die Tigerin aber entspannt. Auch die aggressiven und «lautstarken Begegnungen» zwischen den Raubkatzen seien im Dezember weniger geworden. Die Tiere hatten sich dem Zoo zufolge aneinander gewöhnt «und ließen deutliche Anzeichen von Zuneigung erkennen». Dass die Zusammenführung blutig enden würde, sei nicht absehbar gewesen.

«Unmittelbar nachdem der Schieber geöffnet war stürmte Ivo auf Kimberly zu. Bereits nach wenigen Sekunden war klar, dass die Begegnung von seiner Seite aus ein aggressiver Angriff war und es wurde alles unternommen, um die kämpfenden Tiger zu trennen», heißt es in einer Stellungnahme des Zoos.

Dennoch habe es einige Sekunden gedauert, bis sich der acht Jahre alte Ivo in einen anderen Käfig sperren ließ. Die Vorbereitungen auf diesen Moment seien gründlich gewesen, die Trennungsversuche seien so schnell wie möglich erfolgt. «Mehr kann man nicht tun, der Rest liegt in der Natur der Tiere, und die ist leider nicht immer vorhersagbar», teilte der Zoo mit.

Der Zoo im Norden von Rheinland-Pfalz hat 80 Mitarbeiter, dort leben etwa 1800 Tiere. In den vergangenen Monaten hatte sich dort eine finanzielle Krise abgezeichnet, da durch den coronabedingten Lockdown wichtige Einnahmen weggebrochen waren. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte schon einen Runden Tisch geplant - doch dann retteten Spenden von insgesamt mehr als 250 000 Euro den privaten Tierpark. Dreyer kündigte zusätzliche Landes- und Bundesmittel von insgesamt gut 150 000 Euro an.

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