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Schüler gehen erneut für Klimaschutz auf die Straße

15.02.2019 - Mainzer Schüler bleiben zum zweiten Mal in diesem Jahr dem Unterricht fern, um für Klimaschutz zu demonstrieren. Für März ist schon die nächste Demonstration geplant. Die Schülerbewegung beschäftigt auch den Bildungsausschuss des Landtags.

  • Schülerinnen und Schüler laufen mit Plakaten für ein besseres Klima durch Frankfurt. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schülerinnen und Schüler laufen mit Plakaten für ein besseres Klima durch Frankfurt. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Mehrere hundert Jugendliche haben sich am Freitag in Mainz zum zweiten Mal in diesem Jahr an einem Schulstreik beteiligt und für wirksamen Klimaschutz demonstriert. «Wir bleiben dran und wenn es bis 2038 dauert», sagte der Mitveranstalter Maurice Conrad mit Blick auf das vereinbarte Datum für den Kohleausstieg in Deutschland. Die Teilnehmer der Protestbewegung «Fridays for Future» fordern ein sofortiges Ende der Stromerzeugung mit Kohle. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 400 bis 500.

Heute sei das Eintreten für Klimaschutz wichtiger als der Englisch-Unterricht, sagte die 13-jährige Hannah. «Wenn die Erde keine Zukunft hat, gibt‘s auch kein Englisch mehr.» Aus Worms kam die 17-jährige Leticia, mit einem selbstgestalteten Plakat, mit dem sie auf das gefährdete Überleben von Eisbären in der Arktis aufmerksam machen will. «Ich finde es schlimm, wenn Tiere unter unseren Fehlern leiden müssen», sagte die Schülerin.

«Der Kampf für unsere Zukunft ist noch nicht vorbei», hieß es in dem Aufruf zur zweiten Mainzer Demo der Protestbewegung. «Der Kohleausstieg 2038 ist nicht akzeptabel.» Dies komme zu spät, um die Erderwärmung noch auf 1,5 Grad begrenzen und den Planeten Erde bewahren zu können. «Deshalb werden wir nicht stumm bleiben und wieder für unsere Zukunft streiken.» Die Demonstration, der sich auch Studierende und Auszubildende anschlossen, führte vom Mainzer Hauptbahnhof zum zentralen Gutenbergplatz.

Bereits Mitte Januar hatten sich rund 1000 Schüler, Studenten und Auszubildende in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt der Protestbewegung «Fridays for Future» angeschlossen, die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg gestartet worden war. Kleinere Versammlungen gab es in Trier, Kaiserslautern, Zweibrücken und Landau.

Die Grünen unterstützen die neue Protestbewegung. Auf der Demonstration am Freitag wurden auch Fahnen der Jugendorganisationen von SPD und Linkspartei mitgeführt. Hingegen werden die Aktionen von der AfD scharf kritisiert. Am kommenden Dienstag hat die AfD-Fraktion einen Antrag im Bildungsausschuss des Landtags gestellt, in dem die Landesregierung nach Strafen für das «Schulschwänzen» gefragt wird.

Ein Sprecher des Bildungsministeriums nannte das Engagement der jungen Menschen «absolut begrüßenswert». Da es sich jedoch nicht um eine schulische Veranstaltung handele, könnten Schüler nicht beurlaubt werden. Viele Lehrer reagierten positiv auf ihre Aktion, sagte eine Sprecherin der Aktion. Allerdings hätten einige Schüler auch berichtet, dass es von Schulleitungen Druck gegeben habe, sich nicht weiter zu beteiligen. «Die Zukunftsfragen sind so dringlich, dass wir nicht zur Normalität übergehen können.»

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