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Seit Corona-Lockerungen: Nachfrage nach E-Scootern gestiegen

09.07.2020 - Die Corona-Krise hat auch die E-Scooter-Anbieter getroffen. Seitdem die ersten Lockerungen eingeführt wurden, steigt die Anfrage laut den Verleihern aber wieder an. Doch nicht in allen Städten in Rheinland-Pfalz können die E-Scooter ausgeliehen werden.

  • E-Scooter des Anbieters «Tier» stehen an einer Straße. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    E-Scooter des Anbieters «Tier» stehen an einer Straße. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Nachfrage nach E-Scootern in Rheinland-Pfalz ist laut den Verleihfirmen nach dem Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie gestiegen. «Seit der Wiederaufnahme des Betriebes verzeichnen wir ein kontinuierliches Wachstum - bei den Nutzerzahlen wie auch bei der Anzahl der Fahrten», teilte Alexander Graf von Pfeil, General Manager bei Lime Deutschland, mit. Zudem sei die durchschnittliche Fahrtdauer gestiegen. «Unsere Auswertungen zeigen, dass die Fahrten mit den Lime-Scootern im Schnitt 25 Prozent länger sind als im Vergleichszeitraum vor der Pandemie.»

Seit dem Start im September 2019 bis Ende Juni 2020 seien die Menschen in Mainz insgesamt rund 121 800 Kilometer mit E-Scootern von Lime gefahren, teilte das Unternehmen mit. Die genaue Anzahl an E-Scootern in Rheinland-Pfalz wollte das Unternehmen aus Wettbewerbsgründen nicht nennen. Der Anbieter Tier hat laut eigenen Angaben rund 500 E-Scooter im Mainzer Stadtgebiet verteilt, die Firma Wind rund 200.

Auch das Berliner Unternehmen Tier sieht eine Veränderung im Mobilitätsverhalten der Menschen. «Wir rechnen fest damit, dass solange die Einhaltung von Abstandsempfehlungen die neue Normalität ist, Menschen wohl zunächst Mobilitätsoptionen bevorzugen werden, die ihnen individuelle Fortbewegung ermöglichen», teilte Sprecher David Krebs mit. Während des Lockdowns habe das Unternehmen zunächst allgemein einen Umsatzeinbruch und eine geringere Nutzung des Services erlebt. Seit den ersten Lockerungen erlebe man aber einen Aufwärtstrend.

Der Anbieter Lime hatte seine E-Scooter zu Beginn der Corona-Pandemie von den Straßen genommen und erst später den Betrieb wieder aufgenommen. Tier hingegen hatte den Betrieb unter Hygienemaßnahmen fortgesetzt. Der Anbieter Wind war erst im Mai in Mainz gestartet, bestätigte den Trend aber. «Wir sehen marktübergreifend eine insgesamt höhere Nachfrage für unsere E-Scooter - das gilt auch für Mainz», teilte Sprecher Felix Eggert mit. «Die Scooter bieten eine Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und ermöglichen Social Distancing.»

Die Anbieter Lime und Wind sind in Rheinland-Pfalz nur in Mainz zu finden. Andere Städte seien nicht Teil der Wachstumsstrategie, teilte Wind mit. Tier bietet neben den 500 E-Scootern in Mainz auch rund 700 E-Scooter in Kaiserslautern und rund 900 E-Scooter in Ludwigshafen und Mannheim an. Entscheidende Faktoren für die Standortwahl seien neben der Einwohnerzahl auch «die städtische Infrastruktur, die Schnittmenge zwischen uns als Anbieter und Stadt beim Regulierungsrahmen oder mögliche Kooperationen mit lokalen Verkehrsverbünden», teilte der Sprecher David Krebs mit. In Ludwigshafen sind außerdem die Anbieter Bird und Zeus auf dem Markt. E-Scooter sind in Deutschland seit dem 15. Juni 2019 für den Straßenverkehr zugelassen.

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