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Angeklagter gesteht Doppelmord in Familie

20.11.2018 - Saarbrücken (dpa/lrs) - Ein 59-Jähriger hat am Dienstag vor dem Landgericht Saarbrücken gestanden, Mitte Mai seinen Sohn (35) und seinen Schwiegersohn (37) erschossen und seine Ex-Frau (60) und schwangere Tochter (30) durch Schüsse verletzt zu haben. Zuvor hatte er sich in seiner mehr als zweistündigen Aussage vor allem als aufopferungsvoller Familienvater dargestellt, der immer nur gearbeitet habe, um seiner Familie ein großes Haus, Urlaube und Autos zu ermöglichen.

  • Die Statue Justitia. Foto: Peter Steffen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue Justitia. Foto: Peter Steffen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wollte sich der deutsch-russische Staatsangehörige durch die Tat an seiner Familie rächen. Er sei der Ansicht gewesen, ein Leben lang von diesen drangsaliert worden zu sein. Die Anklage geht davon aus, dass die Frau sterben sollte, weil es der Mann als ungerecht empfand, dass er selbst mit einer schweren, dialysepflichtigen Nierenerkrankung leben musste.

Ursprünglich, so der Angeklagte, habe er vorgehabt, sich bei der Geburtstagsfeier seiner Ex-Frau selbst zu erschießen. Als er durch die geöffnete Terrassentür gegangen sei, habe ihn seine Tochter gesehen und darauf hingewiesen, dass er nicht hier sein dürfe. Dann sei er «explodiert».

Der 59-Jährige muss sich in jeweils zwei Fällen wegen Mordes und versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und vorsätzlichem unerlaubten Besitz einer Schusswaffe verantworten. Nächster Sitzungstermin ist Donnerstag.

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