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Spezialglas-Hersteller Schott plant Rekordinvestitionen

16.01.2020 - Mit Umsatz und Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr ist der Schott-Konzern zufrieden. Jetzt sollen in Deutschland, China und Indien neue Werke entstehen. Vorstandschef Heinricht kündigt die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion an.

  • Mitarbeiter der "SCHOTT AG" hält eine biegsame, ultradünne Glasscheibe in seinen Händen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mitarbeiter der "SCHOTT AG" hält eine biegsame, ultradünne Glasscheibe in seinen Händen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz/Jena (dpa) - Der Spezialglas-Hersteller Schott will in diesem Jahr in neue Werke in Deutschland und Asien investieren. Mit Ausgaben von 320 Millionen Euro habe das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr die höchste Investitionssumme der Firmengeschichte eingeplant, sagte Vorstandschef Frank Heinricht am Donnerstag in Mainz. Schott hat seine Wurzeln in Jena mit der Tochter Jenaer Glaswerk. Am Gründungsort in Thüringen solle nun ein neues Verwaltungsgebäude für das Glaswerk entstehen.

Heinricht kündigte einen Plan für die Umstellung auf klimaneutrale Produktion an. Das energieintensive Unternehmen sorgt nach eigenen Angaben bislang für Emissionen von einer Million Tonnen CO2.

Mit den Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr, das bis Ende September lief, zeigte sich der Vorstand zufrieden. Der Gewinn sank geringfügig um 0,8 Prozent auf 206,1 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017/18 um 5,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Davon entfielen 13 Prozent auf den deutschen Markt.

Heinricht sprach von einer Fortsetzung des Erfolgskurses «trotz einer nicht einfachen Weltwirtschaftslage». Auch die schwierige Situation der Automobilindustrie sei für Schott spürbar gewesen, etwa beim Absatz von Airbag-Zündern.

«Wir planen noch zwei weitere Jahre mit sehr hohen Investitionen, bevor wir ab 2022 anfangen, die Früchte einzufahren», sagte Finanzvorstand Jens Schulte. In China und Indien sollen neue Werke für Pharmaverpackungen aus Glas und Kunststoff gebaut werden. Auch am Standort Müllheim bei Freiburg sei im April der Spatenstich für ein neues Werk zur Herstellung von Pharmaverpackungen geplant.

Für das laufende Jahr erwartet Schott ein Umsatzwachstum von drei bis sechs Prozent. Der Start in das neue Geschäftsjahr sei vielversprechend gelaufen, sagte Henricht. Als zusätzlichen Schwerpunkt kündigte er Glasoberflächen für Smartphones an - in diesem Geschäft war Schott bislang weniger präsent. Bereits in wenigen Wochen werde ein Smartphone-Hersteller ein faltbares Mobilgerät mit ultradünnem Glas von Schott vorstellen.

Weltweit beschäftigte Schott zum Ende des vergangenen Geschäftsjahrs rund 16 200 Menschen, 700 mehr als ein Jahr zuvor.

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