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Grillen auf öffentlichen Flächen: Unterschiedlicher Umgang

24.05.2019 - Bei schönem Wetter mit dem Grill in den Park: Nicht immer ist das erlaubt. Im Kampf gegen Müll, Lärm und Brandschäden haben viele rheinland-pfälzische Kommunen das Grillen auf ihren Flächen verboten.

  • Eine Personengruppe sitzt im Park und grillt mit Einweggrills. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Personengruppe sitzt im Park und grillt mit Einweggrills. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen steigen, zieht es viele Rheinland-Pfälzer zum Grillen in die Stadtparks. Mit dem entstehenden Müll und sogenannten Wildgrillern gehen die Städte und Kommunen unterschiedlich um, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Vielerorts ist das Grillen nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt - streng kontrolliert wird das Gebot aber nicht immer.

In MAINZ ist es vor allem der Volkspark, der die Kontrolleure des Ordnungsamts beschäftigt. «Dort gibt es ein Grillareal mit allem Drum und Dran», sagte der Mainzer Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr. Dennoch gebe es immer wieder Menschen, die in Teiles des Parks grillten, in denen das verboten sei - zum Beispiel in der Nähe des Wasserspielplatzes.

In den Sommermonaten alarmieren nach Angaben der Stadt viele Anwohner das Ordnungsamt, die sich über Lärm, Rauch und Müll beschweren. Über 180 Wildgriller seien im vergangenen Jahr im Volkspark ertappt worden, sagte Peterhanwahr.

Im Kampf gegen die Umweltsünder hat die Stadt inzwischen die Bußgelder erhöht. Wer beim achtlosen Wegwerfen von Müll erwischt wird, muss 25 Euro zahlen. Von Wildgrillern verlangt die Stadt rund 130 Euro - und damit bis zu 80 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. «Wir werden auch dieses Jahr einen harten Kurs fahren», kündigte Peterhanwahr an.

Ganz anders ist die Situation in PIRMASENS: In den Parks der Stadt sei die Lage «größtenteils entspannt», sagte eine Sprecherin. Die Stadt dulde das Grillen deswegen auch dort, wo es eigentlich verboten sei, solange keine Schäden entstünden. Viele Bürger hätten ansonsten keine Gelegenheit zum Grillen, sagte die Sprecherin.

In den LUDWIGSHAFENER Parks ist das Grillen dagegen nur auf einer ausgewiesenen Fläche im Friedenspark erlaubt. Andere Parks und Grünanlagen würden von sogenannten Parkanlagenbegehern regelmäßig kontrolliert, teilte die Stadt mit. Ein größeres Problem mit Wildgrillern habe die Stadt aber nicht. «Trotzdem fällt im Sommer natürlich mehr Müll an», sagte eine Sprecherin.

Wie in vielen anderen Städten sind es in KOBLENZ vor allem Einweggrills, die Schäden auf städtischen Grünflächen verursachen. In den vergangenen Jahren habe es wegen der Einweggrills immer wieder Schädigungen der Grasnarbe gegeben, sagte ein Sprecher der Stadt. Seit vergangenem Jahr läuft Koblenz deswegen ein Experiment: Die Stadt hat am Rheinufer eine Grillwiese eingerichtet. Dort seien nur Grills «mit einem ausreichenden Abstand zum Boden» erlaubt, sagte ein Sprecher. Rund ein Jahr, nachdem die Regel eingeführt wurde, ist die Stadt zufrieden: «Bisherige Erfahrungen sind positiv», so der Sprecher.

Auch in KAISERSLAUTERN sind Einweggrills immer wieder ein Problem: «Ihr Schadenspotenzial wird leider unterschätzt», sagte eine Sprecherin. Außer auf drei ausgewiesenen Grillplätzen sei das Grillen - nicht zuletzt auch wegen der Brandgefahr - in der ganzen Stadt verboten. «Im Großen und Ganzen halten sich die Bürger an die Verbote», sagte die Sprecherin.

Wegen des «relativ kühlen Wetters» hatte die Stadt BINGEN in diesem Jahr bislang kaum Probleme mit Wildgrillern oder zurückgelassenem Müll, wie eine Sprecherin sagte. Einweggrills sind in der Stadt verboten. Wer grillen will, muss nach Angaben der Stadt einen der drei Grillplätze mieten - für 25 Euro.

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