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Stickstoffdioxid-Werte rückläufig: aber Mainz über Grenzwert

11.02.2020 - Die Luft in rheinland-pfälzischen Städten ist sauberer geworden. Aber in Mainz wird der europäische Grenzwert noch immer überschritten. Befürworter des kürzlich verhängten Diesel-Fahrverbots dürften sich bestätigt fühlen.

  • Autos fahren am frühen Morgen an einer Messstation vorbei. Foto: Marcel Kusch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Autos fahren am frühen Morgen an einer Messstation vorbei. Foto: Marcel Kusch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Die Stickstoffdioxid-Belastung in den Städten in Rheinland-Pfalz ist rückläufig - aber in der Landeshauptstadt reichen die Anstrengungen bisher nicht aus. Das geht aus Daten des Umweltbundesamtes hervor, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurden. Demnach lag der NO2-Jahresmittelwert in der Mainzer Parcusstraße 2019 bei 42 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und damit über dem europäischen Grenzwert von 40 Mikrogramm. Im Vorjahr waren es noch 47 Mikrogramm gewesen.

Unter den Grenzwert auf jeweils 38 Mikrogramm sank nach Angaben des Mainzer Umweltministeriums der Jahresmittelwert in Koblenz (Vorjahr: 42 Mikrogramm) und Ludwigshafen (Vorjahr: 40 Mikrogramm).

«Ich begrüße sehr, dass die NO2-Werte und damit die Belastungen der Luft in unseren Städten rückläufig sind. Denn es geht um den Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger», erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). Die Anwohner und insbesondere die Kinder sollten auch in den Städten saubere Luft atmen können.

Mainz hatte Ende Januar als erste Stadt in Rheinland-Pfalz ein Diesel-Fahrverbot verhängt. Demnach dürfen von 1. Juli dieses Jahres an sowohl Diesel-Fahrzeuge bis Klasse 5 als auch ältere Benziner auf einem Teil der Rheinachse nicht mehr fahren. Darunter fällt auch die vielbefahrene Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden. Zudem soll Tempo 30 auf die gesamte Mainzer Innenstadt ausgeweitet werden. Mit den Maßnahmen will die Landeshauptstadt ein von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gerichtlich gefordertes Fahrverbot für die gesamte Innenstadt verhindern.

Bundesweit geht die Belastung der Stadtluft durch Diesel-Abgase derweil weiter zurück. Nach der UBA-Auswertung, bei der fast nur automatisch messende Stationen berücksichtigt sind, wurde der NO2-Grenzwert im vergangenen Jahr noch an einer von fünf verkehrsnahen Messstationen überschritten - im Vorjahr war der Anteil noch mehr als doppelt so hoch. «Die Luftqualität in 2019 hat sich verbessert», erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Allerdings wird der zulässige Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft weiterhin in mindestens 19 deutschen Städten gerissen. Darunter sind neben Mainz beispielsweise auch Wiesbaden und Frankfurt.

Vor allem auf Betreiben der DUH, die vor Gericht gezogen war, gibt es in mehreren Städten bereits Fahrverbote. Zuletzt hatten sich Bundesländer aber auch immer wieder mit der DUH auf andere Maßnahmen geeinigt, um solche Verbote zu vermeiden. Es laufen noch Gespräche. «Wir freuen uns über die teilweise gesunkenen Werte», sagte DUH-Chef Jürgen Resch am Dienstag. Allerdings hätten gerade noch nicht ausgewertete Messstationen bisher hohe Belastungen angezeigt.

Die Umweltorganisation BUND mahnte ebenfalls, die Luftqualität bleibe weiter ein gravierendes Problem. «Auch eine regelmäßigere Einhaltung der Grenzwerte heißt nicht, dass keine nennenswerten Belastungen mehr vorliegen.»

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