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TK: Mehr Krankmeldungen wegen psychischer Erkrankungen

31.01.2020 - Die Techniker Krankenkasse hat vorläufige Zahlen zu Erkrankungen für 2019 vorgelegt. Danach nehmen psychische Leiden deutlich zu. Die anderen Krankenkassen sind mit ihren Auswertungen noch nicht so weit.

  • Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung liegt auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung liegt auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mainz (dpa/lrs) - Arbeitnehmer melden sich nach einer Erhebung der Techniker Krankenkasse (TK) häufiger wegen psychischer Diagnosen krank. Die rund 244 000 bei der TK in Rheinland-Pfalz versicherten Erwerbstätigen waren 2019 durchschnittlich 16,3 Tage krankgeschrieben - fast genauso lange wie im Vorjahr (16,2 Tage), wie die TK am Freitag in Mainz mitteilte.

Der Krankenstand der TK-versicherten Arbeitnehmer im Land liege bei 4,46 Prozent - sechs Prozent mehr als bundesweit. Krankenstand bedeutet: Täglich sind 4,46 Prozent der Beschäftigten krankgeschrieben. Die AOK, die mit insgesamt rund 1,2 Millionen Versicherten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland größer ist, bezifferte den Krankenstand für 2019 auf rund 5,2 Prozent. Zu den Krankheiten hat sie noch keine Erhebungen. Die Barmer Krankenkasse wertet ihre Daten gerade aus und kann noch keine Angaben machen.

«Da im vergangenen Jahr die Erkältungswelle relativ mild verlief, haben wir rund neun Prozent weniger Krankschreibungstage aufgrund von Atemwegserkrankungen verzeichnet», sagte der Leiter der TK-Landesvertretung, Jörg Simon, in Mainz. «Dies hat maßgeblich dazu geführt, dass der Krankenstand auf dem Vorjahresniveau geblieben ist.» Eine einzelne Krankschreibung dauerte durchschnittlich 13,6 Tage und damit einen halben Tag länger als 2018.

«Fast jeder fünfte Fehltag ist bedingt durch Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen», sagte Simon. Im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung um 0,3 Prozent. Um acht Prozent und damit stark zugenommen hätten jedoch die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen.

Die gestiegenen Fehlzeiten wegen psychischen Diagnosen müssten Anlass zum Nachdenken geben, sagte der Kassenchef. Ob die Ursachen eher im familiären oder beruflichen Umfeld lägen, lasse sich nicht sagen. «Es gibt sicherlich viele Stressoren, aber wichtig ist, dass die Arbeitgeber die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Blick haben.» Neben gesundheitsfördernden Maßnahmen sei auch ein wertschätzender, respektvoller Umgang mit den Mitarbeitern wichtig. Das Thema «Unternehmenskultur» müsse auch regelmäßig auf der Agenda stehen.

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