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Trierer Bischof startet unabhängige Missbrauchs-Aufarbeitung

25.06.2020 - Im Bistum Trier fällt heute der Startschuss für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann setzt für sein Bistum eine Erklärung der deutschen Bischöfe und des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung in Kraft, die für alle 27 Bistümer eine einheitliche Aufarbeitung nach verbindlichen Kriterien vorsieht. Dazu wird eine Kommission gegründet, in der auch externe Fachleute und Opfer mit am Tisch sitzen.

  • Der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Aufarbeitung tritt damit in eine neue Phase: Ging es zuvor um individuelle Aufklärung und Prävention, wird nun die Kirche selbst in den Blick genommen: Es geht auch um Verantwortlichkeiten, wie das jeweilige Bistum mit Tätern und Opfern umgegangen ist. Und es geht um das Aufdecken von Strukturen, die Missbrauch ermöglicht, erleichtert oder vertuscht haben. Der Kommission wird Akteneinsicht gewährt. Einige Bistümer haben mit der Aufarbeitung in eigenen Kommissionen bereits begonnen, wie zum Beispiel das Bistum Mainz.

Im Herbst 2018 hatte die katholische Kirche die sogenannte MHG-Studie und damit Zahlen zu sexuellem Missbrauch öffentlich gemacht. Demnach sind bundesweit in den Personalakten von 1946 bis 2014 insgesamt 1670 Kleriker wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt worden. Es gab 3677 Opfer. In Rheinland-Pfalz und im Saarland wurden Hunderte Kinder und Jugendliche missbraucht.

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