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Trotz Corona mehr Organspender in Rheinland-Pfalz

05.06.2020 - Trotz der Corona-Pandemie ist die Bereitschaft zur Organspende in Rheinland-Pfalz nicht gesunken. Das berichtete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) zum Tag der Organspende am Samstag (6. Juni). In den ersten vier Monaten dieses Jahres zählte die DSO nach vorläufigen Zahlen 22 Spender. 2019 waren es im gleichen Zeitraum 14, 2018 sogar nur 7. Die Zahl der gespendeten Organe stieg sogar noch stärker: Zwischen Januar bis April wurden in Rheinland-Pfalz 81 Organe zur Transplantation freigegeben, 2019 waren es 52, 2018 sogar nur 24.

  • Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen. Foto: Soeren Stache/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen. Foto: Soeren Stache/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundesweit gab es von Januar bis Ende April 330 postmortale Organspender. 2019 waren es im selben Zeitraum 296. «Damit weicht die Entwicklung von der in vielen anderen europäischen Ländern ab», sagte der Medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel. Aus Italien wurde ein Rückgang der Organspende um 30 Prozent, aus Spanien um über 50 Prozent gemeldet.

Sie sei sehr froh, dass die Organspenderzahlen im Land im vergangenen Jahr gestiegen und während der Corona-Krise nicht eingebrochen seien, teilte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Freitag in Mainz mit. «Gerade die umfassende Aufklärungsarbeit spielt dabei eine wichtige Rolle.» Eine «ergebnisoffene Aufklärung» der Menschen müsse weiter gestärkt werden. Menschen müssten ermutigt werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Marion Schneid, sagte, die Bereitschaft zur Organspende sei in der Gesellschaft grundsätzlich vorhanden. «Das ist gut und wichtig, allerdings sind wir noch weit davon entfernt, dass die Bereitschaft zur Organspende zur Normalität gehört.»

Einen Organspende-Ausweis hat jetzt auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann (57). «Ich habe mich entschlossen, Organspender zu sein und den Ausweis ausgefüllt. Für mich ist das auch ein Ausdruck der Nächstenliebe», sagte er in Trier laut Mitteilung vom Freitag.

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