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Unternehmer Adrian neuer DIHK-Präsident

24.03.2021 - Der Trierer Unternehmer Peter Adrian ist zum neuen Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gewählt worden. Die DIHK-Vollversammlung wählte den 64-Jährigen zum Nachfolger von Eric Schweitzer (55), wie der DIHK am Mittwoch in Berlin mitteilte. Schweitzers Amtszeit endet satzungsgemäß nach zwei Wahlperioden. Er war seit 2013 DIHK-Präsident. Der Berliner Unternehmer Schweitzer wurde zum DIHK-Ehrenpräsidenten gewählt.

  • Peter Adrian, spricht nach seiner Wahl als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Foto: Michael Kappeler/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Peter Adrian, spricht nach seiner Wahl als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Foto: Michael Kappeler/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Adrian ist seit 2006 Präsident der IHK Trier. In seiner ersten Rede als Präsident bezeichnete er es als eine der wichtigsten Aufgaben, die Folgen der Corona-Pandemie für die Gesamtwirtschaft zu verarbeiten.

Nach Angaben von Teilnehmern sagte er, Hunderttausende Unternehmer stünden mit dem Rücken an der Wand. Viele hätten ihre Reserven für das Überleben einst kerngesunder Betriebe aufgebraucht. Es brauche daher wieder mehr Perspektiven für Unternehmen. So müsse die öffentliche Verwaltung schneller und effizienter handeln.

Der DIHK befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage. Grund ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig im vergangenen Herbst. Das Gericht hatte den Austritt der IHK Nord Westfalen aus dem DIHK angeordnet. Grund waren nach Gerichtsangaben Äußerungen des Dachverbandes außerhalb seines Kompetenzbereichs zu allgemeinen politischen Themen sowie einseitig zu Fragen der Umwelt- und Klimapolitik.

Nach dem Urteil hatte sich der DIHK einen öffentlichen «Maulkorb» verpasst und will sich zu politischen Themen vorerst nicht mehr in der Öffentlichkeit äußern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will nach dem Gerichtsurteil Unsicherheiten beseitigen. Vorgesehen ist eine Neuordnung der Struktur der Kammervertretung auf Bundesebene.

Auch bei zwei anderen großen Spitzenverbänden der Wirtschaft, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), war es zuletzt zu Wechseln an der Spitze gekommen.

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