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Urteil: Private Recherchekosten nicht steuerlich absetzbar

13.11.2019 - Neustadt an der Weinstraße (dpa/lrs) - Wer nur aus Interesse und ohne Gewinnabsicht an einer Biografie arbeitet, kann die Recherchekosten nicht von der Steuer absetzen. Das entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz in Neustadt an der Weinstraße, wie aus einer Mitteilung von Mittwoch hervorgeht. Die Entscheidung stammt aus dem September (3 K 2083/18.).

  • Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Geklagt hatte ein Mann, der an einem Buch über das Leben und Wirken seines Vaters schreibt und dafür seit Jahren recherchiert. Von 2011 bis 2016 seien dem Sohn Kosten von rund 20 500 Euro entstanden. Diese habe er steuerlich geltend machen wollen. Das Finanzamt fand jedoch, dass der Kläger kein schlüssiges Konzept habe und nicht wisse, wie mit der Biografie Geld zu verdienen sei. Der Mann sei einfach «von der Idee begeistert», ein Buch über seinen Vater zu schreiben.

Der Mann klagte gegen die Entscheidung. Das Gericht urteilte, dass angehende Schriftsteller Verluste nur von der Steuer absetzen können, wenn klar ist, dass sie irgendwann «nachhaltige Gewinne» erzielen wollen. Das sei in diesem Fall nicht so. Es sei fraglich, ob die Biografie über den Vater ein gewinnbringendes Buch werden würde. Der Kläger erforsche lediglich aus Interesse seit etwa 25 Jahren das Leben seines Vaters. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Dagegen könne der Mann beim Bundesfinanzhof eine Beschwerde einreichen.

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