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Verdächtige Postsendungen: Fahnder heben Drogenshop aus

09.02.2021 - Bei einer Razzia in der Eifel und in Bayern haben Ermittler einen Drogenshop im Darknet ausgehoben. Bei den Durchsuchungen in acht Wohnungen und einer Lagerhalle wurden am Montag drei der acht Beschuldigten festgenommen und Drogen mit einem geschätzten Verkaufswert von gut 250 000 Euro sichergestellt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mitteilte.

  • Das Logo der deutschen Zollbehörde ist an einer Uniform zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der deutschen Zollbehörde ist an einer Uniform zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Fahnder ermittelten bereits seit etwa einem Jahr gegen die mutmaßliche Bande. Diese war ins Visier der Hauptzollämter in Gießen und Frankfurt/Main geraten, da in Briefzentren mehr als 180 Drogensendungen für das europäische Ausland aufgefallen und sichergestellt worden waren. Dazu zählten unter anderem insgesamt mehr als zehn Kilogramm Amphetamine und gut 7900 Ecstasy-Tabletten.

Mehrere Hauptbeschuldigte sollen laut der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz in gut 1400 Fällen als Mitglieder einer Bande in großem Stil Drogenhandel getrieben haben. Sie sollen das Rauschgift etwa in den Niederlanden beschafft und über verschiedene Darknet-Marktplätze gewinnbringend weiterverkauft haben. Dafür hätten sie auch die weltweit wohl größte illegale Darknet-Verkaufsplattform DarkMarket genutzt, die kürzlich abgeschaltet wurde.

Die acht beschuldigten Männer und Frauen im Alter von 28 bis 65 Jahren haben ihre Wohnsitze vor allem im rheinland-pfälzischen Landkreis Vulkaneifel, im angrenzenden Gebiet von Nordrhein-Westfalen sowie in Unterfranken zwischen Schweinfurt und Würzburg. Bei den Durchsuchungen stellten die Fahnder unter anderem Computer, Handys und rund 30 Kilogramm Rauschgift mit einem geschätzten Verkaufswert von gut 250 000 Euro sicher, darunter etwa 25 Kilogramm Amphetamine. Die acht Beschuldigten äußerten sich vorerst nicht zu den Vorwürfen.

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