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Verhaltene Reaktionen auf Riexinger-Vorstoß

15.08.2019 - Saarbrücken/Mainz/Berlin (dpa/lrs) - Die von der Linkspartei ins Spiel gebrachte Abschaffung der 1. Klasse im Regionalverkehr der Deutschen Bahn löst in Rheinland-Pfalz und im Saarland verhaltene Reaktionen aus. Die Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) aus Saarbrücken und ihr Mainzer Kollege Volker Wissing (FDP) halten das Thema nicht für vordringlich. Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger begründete seinen Vorstoß mit überfüllten Bahnen in der 2. Klasse bei gleichzeitig kaum genutzten 1.-Klasse-Abteilen.

  • Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der Partei Die Linke. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der Partei Die Linke. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ich bin grundsätzlich für die Überwindung von Klassenunterschieden jeglicher Art. Vor allem müssen Bahntickets aber günstiger werden, die Fernverkehrsanbindungen besser und die Bahn pünktlicher», sagte Rehlinger der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn die Abschaffung der 1. Klasse im Nahverkehr ökonomisch sinnvoll dazu beitragen kann, wäre ich dafür offen, meine erste Priorität wäre es nicht.»

Die Herausforderungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Rheinland-Pfalz sind nach Auffassung des Verkehrsministeriums in Mainz andere. «Wir wollen attraktive ÖPNV-Angebote in Rheinland-Pfalz, dazu bauen wir den Busverkehr insbesondere im ländlichen Raum aus und stimmen Bus- und Schienenverkehr aufeinander ab», sagte die Sprecherin des Ministeriums von Volker Wissing (FDP).

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