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Verletzte bei Angriff auf ZDF-Kamerateam der «heute-show»

02.05.2020 - Am Mai-Feiertag wird in Berlin ein Kamerateam der ZDF-«heute-show» attackiert. Es gibt Verletzte. Der Deutsche Journalistenverband spricht von einem Angriff auf die Pressefreiheit.

  • Kamera-Ausrüstung liegt nach einem Übergriff auf dem Boden. Foto: Christoph Soeder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kamera-Ausrüstung liegt nach einem Übergriff auf dem Boden. Foto: Christoph Soeder/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Kamerateam der ZDF-Satiresendung «heute-show» ist am Mai-Feiertag in Berlin-Mitte angegriffen worden. Vier Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie Polizeisprecherin Sara Dieng am Freitag sagte. Sechs Menschen wurden demnach festgenommen, die Ermittlungen zu den Hintergründen dauerten in der Nacht zum Samstag noch an. Wie die «heute-show» bei Twitter schrieb, begleitete der Kabarettist und Komiker Abdelkarim das Team als Reporter. Er sei unverletzt geblieben. «Wir sind schwer betroffen und wünschen den Kollegen eine schnelle Genesung».

Das ZDF erklärte: «Das Team, das im Auftrag des ZDF unterwegs war, war nach Dreharbeiten auf dem Weg zu seinen Fahrzeugen. Dabei erfolgte der Angriff. Weitere Details sind noch nicht bekannt.» Die Polizei hatte zunächst auf Grundlage erster Erkenntnisse erklärt, es sei zu einem körperlichen Übergriff auf das Kamerateam mit insgesamt sieben Personen gekommen. Sie seien von einer etwa 15-köpfigen Personengruppe angegriffen worden.

Der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbands, Frank Überall, sagte: «Das war ein feiger und durch nichts zu rechtfertigender Überfall auf Journalisten, die ihrer Aufgabe der Berichterstattung nachgekommen sind. Ich hoffe, dass die Attacke gründlich aufgeklärt wird und die Täter juristisch zur Verantwortung gezogen werden.» Es handele sich um einen Angriff auf die Pressefreiheit.

Ähnlich hatte zuvor ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler den Angriff verurteilt. «Die Pressefreiheit ist - gerade in diesen Tagen - ein hohes Gut. Unsere Sorge gilt nun jedoch zuallererst den Teammitgliedern und ihrer Gesundheit.»

Auch die Redakteursausschüsse von ARD, ZDF und Deutschlandradio reagierten in einer Mitteilung. «Unsere Reporterteams sind weltweit unterwegs, um die Menschen über Ereignisse und Entwicklungen zu informieren. Auch Satiresendungen wie die heute-show gehören zum Auftrag der Meinungsbildung», stellten sie klar. Die Bundesgeschäftsführerin der Journalisten-Gewerkschaft dju, Cornelia Berger, sprach angesichts des Angriffs von einem «Alarmsignal auch für die politisch Verantwortlichen».

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